Auslandsjahr Spanien: Länderinfos

Spanien gilt als Land des Flamenco, der Fiestas und Fun in the Sun. Aber hinter den Hochglanzbroschüren der Reiseveranstalter verbirgt sich ein faszinierendes Land mit reichhaltiger Geschichte und Kultur. Als riesige Halbinsel ragt die iberische Halbinsel aus dem europäischen Kontinent heraus und beheimatet jede denkbare Landschaft:

  • Strände an der Costa de la Luz,
  • steile Berge in den Pyrenäen,
  • grüne Wälder in Galicien und
  • sonnenverbrannte Ebenen in Kastilien.

Die heutigen Spanier stammen von zahlreichen Völkern ab, die das Land im Laufe der Jahrhunderte bevölkerten oder besetzten: Iberier, Kelten, Römer, Juden, Westgoten, Berber, Araber und im 20. Jahrhundert Einwanderer aus aller Welt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund für die Gastfreundlichkeit der Spanier und Toleranz gegenüber Fremden.

Auslandsjahr Spanien
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Paella essen im Auslandsjahr in Spanien

Kultur - Auslandsjahr Spanien

Die Spanier verbringen viel Zeit in der Öffentlichkeit, d.h. sie halten sich gern in Gesellschaft auf, was sich in ihrer unverwechselbaren Lebensart und den jahrhundertealten Traditionen widerspiegelt. Sie halten lange Mittagspausen, in denen in der Regel die Geschäfte geschlossen sind, und nehmen mit der ganzen Familie eine warme Mahlzeit ein. Das Abendessen hingegen ist nicht ganz so wichtig und findet sehr spät statt. Wenn man zum Abendessen ausgehen möchte, braucht man vor 21 Uhr nicht das Haus zu verlassen. Das abendliche Ausgehen ist ohnehin eine sehr beliebte Beschäftigung in Spanien.

Bei den Einheimischen ist die Familie ein sehr wichtiger Punkt in ihrem Leben. Sie steht immer im Vordergrund und die Kinder bleiben nicht selten bis ins hohe Alter in ihrem Elternhaus wohnen. Auch die katholische Kirche hat weiterhin einen großen Stellenwert, genauso wie der Flamenco. So werden die Traditionen aufrecht erhalten, und trotzdem mit der modernen, sehr schnell wachsenden Wirtschaft vereint. 

Auslandsjahr Spanien
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Auslandsjahr: Spaniens Geschichte ist vielschichtig wie seine Gesellschaft

Auslandsjahr: Spaniens Geschichte

Um 1100 v. Christus gründeten die Phönizier an der spanischen Küste erste Handelsniederlassungen. Ab 200 vor Christus fiel das Land an das römische Reich, welches es 600 Jahre lang prägte.

711 zogen die Araber über die Meeresenge von Gibraltar. Nachdem sie den letzten Westgotenkönig vernichtend geschlagen hatten, eroberten sie in kurzer Zeit die gesamte Halbinsel. Die Herrschaft der Araber dauerte fast acht Jahrhunderte. Erst 1492 gelang den christlichen Heeren die Reconquista, die Rückeroberung. Damit begann die Vertreibung der verbliebenen Muslime und Juden.

Im selben Jahr entdeckte Christoph Kolumbus auf seiner Suche nach einem Seeweg nach Indien Amerika und begründete so die Vorherrschaft zur See. Ein Jahrhundert später schlugen die Engländer die spanische Armada vernichtend. Dadurch verlor Spanien seine führende Rolle in Europa.

Mit Beginn des 19. Jahrhunderts lösten sich die lateinamerikanischen Kolonien vom Mutterland. Die jüngere Geschichte Spaniens wurde durch die Diktatur Francos geprägt, seine Militärdiktatur führte das Land in eine politische und wirtschaftliche Isolation. Seit dessen Tod besteht eine parlamentarische Monarchie. Ein Putschversuch scheiterte 1982, weil das Staatsoberhaupt König Juan Carlos sich klar zur Demokratie bekannte.   

Auslandsjahr Spanien
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Erlebe die Naturvielvalt im Auslandsjahr in Spanien

Auslandsjahr: Spaniens Tierwelt

Die bioklimatische Vielfalt Spaniens spiegelt sich im Reichtum der Tierwelt wider, die typisch europäische, mediterrane, afrikanische und - in den hohen Bergregionen - alpine Arten umfasst.

Bedeutende Säugetiere sind u. a. der Wolf, der Fuchs, die Wildkatze, der Luchs, der Hirsch, die Bergziege und das Wildschwein. Was Vögel betrifft, ist Spanien eine wichtige Durchgangsstation für Zugvögelschwärme auf ihren Reisen zwischen Europa und Afrika. Bedeutend sind die Enten, Flamingos, Reiher, Kraniche und Trappen sowie zahlreiche Greifvogelarten, etwa der Adler, der Bartgeier, der Geier, der Falke, der Uhu und der Habicht. Hinsichtlich des Fischreichtums in den spanischen Flüssen und Seen gibt es zahlreiche Arten wie etwa Forellen, Schleien oder Barben. Unter den Fischen, Amphibien, Reptilien, Vögeln und Säugetieren in Spanien befinden sich 422 vom Aussterben bedrohte Wirbeltierarten; unter ihnen der Kaiseradler, die kanarische Trappe, der Bergbock, der iberische Luchs oder die gefleckte Eidechse.

Vegetation in Spanien

Die in Spanien herrschenden klimatischen Unterschiede führen zu einer eindeutigen Trennung zweier sehr verschiedener Vegetationstypen. Einerseits finden wir in der kantabrischen Gegend eine üppige Vegetation mit weiten Laubwäldern, in denen die gemeine Eiche die charakteristischste Art ist, gefolgt von Linden, Kastanien, Ulmen, Eschen, Ahorn oder Haselnusssträuchern. Zudem finden wir in dieser Gegend Flächen, die dicht mit atlantischen Gewächsen, insbesondere Heidekraut, Farne und Stechginster, bedeckt sind. Ebenso wachsen auf halbhohen Bergen Buchen, und in den kühleren Gegenden der Pyrenäen und des Iberischen Randgebirges gibt es Tannenwälder.

Die zweite große Vegetationszone in Spanien ist vom trockenen Sommerklima geprägt und weist ihrerseits zwei Vegetationsgruppen auf: die der Meseta und des Iberischen Beckens einerseits und die des Mittelmeergebiets andererseits. Es überwiegt brachliegendes Land mit sehr wenigen Wäldern, in denen die Steineiche die dominierende Art ist. Diese wird jedoch langsam durch die Einführung von Pinienwäldern verdrängt. In der Meseta finden wir Stein- und Korkeichenwälder, und in den trockeneren Gegenden wie etwa dem Ebrotal, der Estremadura oder der Mancha überwiegt Gestrüpp, das die Landschaft mit kleinen Sträuchern besprenkelt, die jeweils relativ weit auseinander liegen. Weitere typische Bäume dieses trockenen Spaniens sind die Zenneiche, die Seekiefer oder die Pinie. Im Westen Andalusiens und an der Ostküste ist die Steppe verbreitet.
 

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