Austausch Neuseeland: Erfahrungsberichte

Lest hier Erfahrungsberichte zum Austausch in Neuseeland von ehemaligen Austausch-Schülern von TravelWorks. Was haben Sie während Ihres Austausches in Neuseeland erlebt? Wie hat es Ihnen gefallen? Welche persönlichen Erfahrungen haben sie gemacht?

Austausch Neuseeland
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Patrick mit seiner Gastfamilie

Die besten neun Monate meines Leben

„Nach mehr als zweitägiger Reise landete ich im winterlichen Christchurch. Meine Gastfamilie nahm mich herzlich auf, und ich fühlte mich sofort wohl. Von meinem Zimmer aus hatte ich einen beeindruckenden Blick auf den nur 60 km entfernten schneebedeckten Mount Hutt, und zum Meer waren es nur ca. 20 km in die andere Richtung.

Die erste noch schulfreie Woche verging unglaublich schnell. Es gab so viel Neues zu erleben. Ich machte meine ersten Erfahrungen mit dem Reiten und Kutsche fahren (meine Gastfamilie hatte eine kleine Pferdezucht) und fand Gefallen daran, mit dem Quad über die Farm zu heizen. Dann begann die Schule.

Ich traf mit den anderen Austausch-Schülern am Ashburton College zusammen, und wir wählten unsere Fächer. Darunter herkömmliche Fächer wie Mathe oder Englisch, aber auch Exoten wie Elektronik, Business Management oder Landwirtschaft. Ich entschied mich für Physik, Mathe, Englisch, Elektronik und zwei Sportkurse: Skifahren/„Trainingsplanung“/„Coaching“ sowie klassische (neuseeländische) Sportarten, d.h. Hockey, Touch-Rugby und Schwimmen.

Auch die anderen Fächer waren erstaunlich praktisch ausgelegt. In Elektronik lernten wir z.B. das Löten von Platinen. Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich nicht nur fließend Englisch gelernt habe, sondern auch die besten neun Monate meines Lebens erlebt habe. Ich habe so viele neue Eindrücke und Erfahrungen gemacht, die ich nicht missen möchte. Ich habe ganz tolle Freundschaften geschlossen und mich selbst weiterentwickelt. Ich bin ein Kiwi geworden und werde es auch irgendwie immer bleiben. Ich kann nur allen, die über ein Jahr im Ausland nachdenken, empfehlen, die Idee zu realisieren.“

Patrick (Austausch Neuseeland)

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Austausch-Schüler am MacLeans College

Meine Familie ist extrem cool!

„Meine Familie ist extrem cool! Sind schon ein wenig älter, aber voll nett. Ich hab ein großes Zimmer in einem riesigen Haus. Die haben sogar einen eigenen Billard-Table und eine Tischtennisplatte.

Mein erster Schultag: Nach der Anmeldung in der Schule musste die Schuluniform gekauft werden. Die besteht aus einem blauen Hemd mit einem blauen Pulli drüber und Shorts (!!!) mit hochgezogenen Socken. Sieht echt toll aus. Dann brauchte ich noch spezielle T-Shirts für den Sport – je nach Haus. Denn im Macleans College gibt es acht Häuser, so wie in Harry Potter. Am Abend gab es dann Hotdog. Klingt ganz normal für Euch, aber in NZ ist Hotdog eine mit Teig ummantelte Wurst am Stiel!

Nächster Tag: Auckland City! Weil wir quasi in einem Vorort wohnen, war es echt ganz cool, nach Downtown zu gehen. Morgens sind wir noch in die Schule, um unsere Fächer zu wählen (meine sind Englisch, Spanisch, Mathe, Japanisch, Erdkunde), dann sind wir mit der Fähre nach Auckland City geschippert. Überall Wolkenkratzer und lustige Leute.

Am nächsten Tag, das war dann Samstag, haben wir erstmal ausgeschlafen und dann sind wir am Nachmittag zum Fußball und Basketball spielen ans Macleans College gegangen – auch, um neue Leute kennen zu lernen. Dann haben wir noch ein bisschen Basketball gespielt, mussten dann aber heim, wegen des Rugby-Spiels der neuseeländischen Nationalmannschaft (genannt All Blacks).

Deshalb sind wir zur Tochter von meiner Gastmutter gefahren, weil die einen Mega-Fernseher haben. Rugby ist übrigens in NZ Sportart Nummer 1. War sehr interessant, das anzusehen. Morgen muss ich dann mit Schuluniform ins College, das wird bestimmt lustig!“

Sebastian (Austausch Neuseeland)

Einfach total schön und abwechslungsreich

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Kristina an Ihrer Schule

„Im Sommer letzen Jahres flog ich mit einigen anderen deutschen Schülern für 7 Monate nach Neuseeland. Als ich nach fast 2 Tagen Flug endlich in Dunedin ankam, wurde ich von meiner Gastmutter Sue und ihrem Sohn John (15 Jahre) am Flughafen abgeholt. Die ersten Tage habe ich ziemlich gefroren, da ich vom Sommer in den Winter kam und die Neuseeländer keine richtigen Heizungen haben.

Ich hatte 4 Tage frei, bevor ich zum ersten Mal die Otago Girls High School besuchte, an der meine Gastmutter stellvertretende Schulleiterin ist. Dies war sehr praktisch, weil sie mir alles zeigen und ich auch mal schnell meine Fächer umwählen konnte. Außerdem hatte ich aus diesem Grund auch die Möglichkeit, mit der Erdkundeklasse meiner Gastmutter für eine Woche nach Australien zu fahren. Zuerst war es sehr ungewohnt, auf eine reine Mädchenschule zu gehen, aber ich konnte mich ziemlich schnell daran gewöhnen.

Die Schule war sehr streng, und wir mussten Schuluniform tragen - hat mir aber gut gefallen. Auf meiner Straße wohnte ein Mädchen, das in meiner Klasse war. Ich habe mich mit ihr und ihren Freundinnen sehr schnell angefreundet, und wir haben viel gemeinsam erlebt. Meine Gastmutter hat ebenfalls sehr viel mit mir unternommen. Wir waren fast jedes Wochenende unterwegs, so hatte ich die Möglichkeit, sehr viel von der Südinsel Neuseelands zu sehen.

In meiner Freizeit unternahm ich sehr viel mit meinen Freunden und spielte Tennis, Rugby, Tischtennis und Fußball. Auch wenn das Wetter nicht immer toll gewesen ist, hat mir Neuseeland sehr gut gefallen. Die Landschaft ist einfach total schön und abwechslungsreich, und die Menschen sind sehr offen und freundlich. Die 6 Monate gingen viel zu schnell vorbei - ich wäre gerne noch etwas länger geblieben.

Als Tipp für alle Neuseelandinteressierten kann ich Euch sagen, dass Ihr offen und bereit sein müsst, eine ganz neue Welt kennen zu lernen. Wenn mal nicht immer alles sofort klappt, lasst den Kopf nicht hängen und versucht, Euch so gut es geht mit allem auseinanderzusetzen. Ich bin mir sicher, dass auch Ihr am Ende gar nicht mehr nach Deutschland zurück wollt.“

Kristina (Austausch Neuseeland)

Ich kann diese Erfahrung einfach jedem ans Herz legen.

"Im Juli 2009 stand für mich die bis jetzt größte Reise meines Lebens auf dem Plan. Ein halbes Jahr in Neuseeland.

Im Vorfeld habe ich mir viele Gedanken gemacht und konnte gar nicht wirklich realisieren, dass es bald so weit sein würde, doch dann ging alles Schlag auf Schlag und auf einmal saß ich bereits im Flieger nach Auckland.

Dort wurde mir dann das erste Mal richtig bewusst, auf was ich mich da eingelassen hatte. Doch als ich dann am Flughafen ankam wusste ich schon irgendwie, dass ich mir genau das richtige Land ausgesucht hatte. Keine grimmigen Gesichter wie am Köln/Bonner Flughafen, am London Heathrow und in Los Angeles, vielmehr erwartete mich ein Lebensgefühl der Menschen, das ich wohl für immer vermissen werde. In den ersten Wochen wurde mir so oft von Unbekannten geholfen und überall wurde ich offen aufgenommen. So auch in meiner Gastfamilie und an der Mount Roskill Grammar School.

Kurz nachdem ich ankam. wurde sie zur besten Schule in Auckland gekürt und bereits an meinem ersten Tag konnte ich mir erklären woran das lag. Die Schule ist sehr modern ausgestattet und so groß, dass uns eine Führung durch die Schule, sowie eine Karte des Geländes gegeben wurde. Trotzdem habe ich mich in den ersten drei Wochen ständig verlaufen. Das war aber nicht weiter schlimm, da ich mehrfach angesprochen wurde ob ich Hilfe bräuchte und wurde dann kurz nach meiner offiziellen Führung noch einmal von zukünftigen Klassenkameraden herumgeführt. Auch die Lehrer haben mich sehr gut aufgenommen, die Mount Roskill Grammar School hat sehr viel Erfahrung mit „International Students“. Das heißt aber nicht, dass, wie an anderen für internationale Schüler zugänglichen Schulen üblich, bis zu 20 deutsche Austauschschüler die Schule besuchen. Es gibt ein sehr sinnvolles Limit, dass damals bei 3 Deutschen gleichzeitig lag. Das hat optimal dazu beigetragen, gute Kontakte mit den englischsprachigen Mitschülern zu knüpfen.                     

Diese kamen übrigens aus jedem erdenklichen Land der Welt. Das ist wahrscheinlich einer der Gründe dafür, dass die MRGS eine so unglaublich nette Schule ist. Jeder kommt mit jedem gut aus und es spielt keine Rolle ob man jetzt Maori, Europäer oder Asiate ist. Meine Freunde kamen am Ende meines Aufenthalts jedenfalls größtenteils aus Asien. Das hätte ich vor meiner Ankunft in der Multikultimetropole Auckland nie gedacht. Ich hatte den Begriff Multikulti generell gründlich unterschätzt und war sehr überrascht, dass der Teil der Neuseeländer europäischer Abstammung in Auckland gar nicht so groß ist.

Wenn ich Fragen hatte, konnte ich mich immer an die International Student Koordinatorin Ms Harding wenden, die mir bei allem helfen konnte. Besonders am Ende des Jahres, als ich eine 3-wöchige Reise auf die Südinsel plante, wusste sie genau was zu tun war und innerhalb kürzester Zeit und ohne all zu viel Arbeit war bereits eine Reise mit der Organisation „Flying Kiwi“ organisiert. So eine Tour kann ich jedem absolut  weiter empfehlen. In der verhältnismäßig kurzen Zeit habe ich einen Großteil der neuseeländischen Natur gesehen und war jeden Tag aufs Neue begeistert.

Alles in allem war meine Zeit in Neuseeland unglaublich schön und ich kann diese Erfahrung einfach jedem ans Herz legen. Die Mt Roskill Grammar School trug als Schule viel dazu bei und ich werde, wenn ich demnächst noch mal in den Ferien nach Neuseeland fliege und viele alte Freunde treffen werde, auch noch einmal zur Schule zurückkommen. An ihr hängt ein Großteil der positiven Erinnerungen an mein halbes Jahr in Neuseeland. Als Schüler kann man sich wohl kaum eine bessere Schule aussuchen."

Moritz (Austausch Neuseeland)

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