Mein neuer Wortschatz
Slang und landestypische Ausdrücke
Ein Auslandsaufenthalt soll ja häufig auch der Verbesserung der Sprachkenntnisse dienen. Du lebst in einem fremdsprachigen Alltag und verständigst Dich bald wie selbstverständlich in einer anderen Sprache. Dazu gehört natürlich nicht nur das Vokabular, das Du in Deiner Heimat im Schulunterricht gelernt hast, sondern alle möglichen Begriffe des Alltags und Slang-Ausdrücke. Wenn man ein paar davon irgendwann wie selbstverständlich in seine Unterhaltung einbauen kann, fühlt man sich gleich selbst schon viel mehr wie ein Einheimischer.
Hier berichten unsere Austauschschüler darüber, welche landestypischen Ausdrücke sie gelernt und wie diese sie später auch nach ihrer Rückkehr begleitet haben.
Mein neuer Wortschatz - Erfahrungsberichte
Aussie Slang
G’day Mate! Ja, das ist das typische was man immer von Australien hört, und es ist wohl wahr. Anfangs habe ich Familie meiner Gastfamilie getroffen, und zum Schluss noch mal. Nach dem ersten Wortwechsel bekam ich ein "Wow – Du hast echt einen aussi Akzent bekommen" und zurück in Deutschland in meiner ersten Englisch Stunde wurde ich ganz schön schief von meinen Mitschülern angeguckt. Man lernt sich schnell in den Slang ein und nimmt ganz schön viele Redewendungen mit an und behält sie bei! Catchya later mate ;)
Tiana Bätgen - Australien
Slang, you know?
Klingt unglaublich, ist aber wahr! Mir ist doch tatsächlich erst über ein Jahr nach meiner Rückkehr nach Deutschland aufgefallen, dass ich den Ami-Slang nicht nur im Englischen übernommen habe, sondern ihn auch auf Deutsch übersetze!
Ein typische Redewendung ist es bei irgendwelchen Geschichten aus dem Alltag ständig ein „weißt du?“ bzw. „you know?“ an die Sätze anzuhängen.
Eines schönen Tages hörte ich mir also gerade einmal selbst beim Reden zu und da war sie, die Erkenntnis: Wirklich hinter mindestens jedem dritten Satz, in Spitzenzeiten öfter, sage ich „weißt du?“!
Schon nach fünf Minuten des Lauschens auf meine eigene Stimme, war ich tierisch genervt.
„Wieso hat mir das denn nie jemand gesagt?“, schoss es mir durch den Kopf.
Ich fand es wirklich ein wenig schockierend und habe sofort angefangen es mir ab zu trainieren. Mittlerweile habe ich das „you know?“ auf ein Minimum reduziert, aber im Nachhinein bin ich immer noch verwundert, wie unbemerkt so etwas passiert.
Sonja Seneberg - USA
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