Schlüsselmomente
Das ganze Austauschjahr ist ein einziges Abenteuer, denn all die neuen Eindrücke in Deiner Umgebung sind noch fremd und zugleich super aufregend. Vielleicht erlebst Du während dieser Zeit ein Schlüsselerlebnis, welches Deine Sichtweise auf die Dinge ein wenig verändert.
Hier erfährst Du, was die Schlüsselmomente unserer Teilnehmer bei ihrem Auslandsaufenthalt waren.
Was war Dein Schlüsselmoment? - Erfahrungsberichte unserer Austauschschüler
Fast eine richtige Australierin
Das erste Mal, als ich mich heimisch gefühlt habe, war nach ca. einem Monat. Ich hatte mich gut eingelebt, an die Zeitumstellung gewöhnt, Freunde gefunden, mit denen ich viele Sachen unternahm, verstand die Sprache gut, kannte endlich alle wege zur Schule und konnte selbstständig sein, ohne auf Hilfe von anderen angewiesen zu sein – ich konnte mein Leben endlich ganz „normal“ 15.000 km von Deutschland entfernt leben.
Auch habe ich nicht mehr ständig an meine Freunde und Familie in Deutschland gedacht. Das war, als ich mich zum ersten Mal heimisch gefühlt habe und alles in Australien einfach nur schön und jeder Tag spannend war. Ich hatte das Gefühl, das ich nie nie nie wieder aus Australien weggehen möchte und für immer Teil dieses Landes und dieser Kultur sein möchte.
Als ich dann ein paar Wochen später mit meiner Hostmum auf einer Geburtstagsfeier war, und mir eine Frau dort gesagt hat, dass ich schon einen richtig Aussie-Akzent habe, hat mich das richtig glücklich gemacht und ich habe mich schon fast wie eine richtige Australierin gefühlt!
Michelle Berges – Australien
Spieleabend
Ich habe meine Gastfamilie nicht erst als eigene Familie ins Herz geschlossen, als sie mich als ihre Tochter bei den Weihnachtskarten aufführten. Auch nicht, als sie mich ganz selbstverständlich zu Disneyland-California einluden.
Nein, ich wurde Teil der Familie Sullivan als wir alle gemeinsam um die Wette pupsten. Das hört sich wahrscheinlich eklig an, oder komisch, aber einen Schlüsselmoment sucht man sich schließlich nicht aus. Es passiert einfach.
Das kam natürlich nicht einfach so aus dem Nichts, sondern wir spielten im Wohnzimmer Spiele und da, plötzlich in die Stille hinein, pupste mein Gastbruder.
Er wurde kurz rot, dann grinste er seine Eltern, meine Gastschwester und mich an und wir prusteten so laut los, dass meine Gastmutter auch pupsen musste. Und da war es um uns geschehen. Wir konnten uns nicht mehr halten und lagen wirklich auf dem Wohnzimmerteppich und krümmten uns vor Lachen. Wir konnten gar nicht mehr aufhören, es war einfach um uns geschehen. Der ein oder andere Pupser war bestimmt noch zu hören.
Danach lagen wir, völlig erschöpft vom Lachen immer noch am Boden und waren eine Familie. Nicht mehr und nicht weniger hat es für mich gebraucht, um mich wirklich Zuhause zu fühlen.
Verenza Munz - USA
Weitere Erfahrungsberichte & Texte folgen!
Das Schüleraustausch-Magazin wird regelmäßig aktualisiert und erweitert - Wiederkommen lohnt sich! Zudem informieren wir Dich auf unserer Facebook-Seite über neue Magazin-Beiträge.




