Sport an einer High School

Viele Austauschschüler möchten während ihrer Zeit im Ausland gern weiterhin ihren Lieblingssport treiben oder würden gern Mal etwas neues ausprobieren. Jede High School bietet unterschiedliche Sportarten an, die jeder Schüler ausüben kann. 

Erfahre hier, welche Sportarten unsere Teilnehmer an einer High School ausgeübt haben. 

Welchen Sport hast Du getrieben? - Erfahrungsberichte unserer Austauschschüler

Teamgeist

An meiner High School wurde Sport sehr groß geschrieben, was ich auch sofort beim ersten Football Spiel merkte. Ich selber habe bei keinem Sportclub meiner Schule mitgemacht doch bei den Football games war ich immer voll dabei. Ich fand es einfach nur toll, wie viel Teamgeist alle bei den Spielen zeigten.

Außerdem gab es bei jedem Spiel ein Motto, ob es nun ein „White-out“ Spiel oder ein „Costume-out“ war, alle haben mitgemacht und hatten Spaß. Ich habe an der Schule schnell Freunde gefunden mit denen ich dann die „Wolves“ angefeuert habe. Unser Schulmaskottchen waren die Wölfe und am Ende meines Auslandsjahres habe ich mir dann auch einen Stoffwolf gekauft, um immer ein Teil meiner Schule bei mir zu haben. Unser Football Team war sehr gut und die Derbys gegen die anderen Schulen der Stadt waren immer besonders spannend.

Die Pep-Rallys für die Football Mannschaft haben auch immer viel Spaß gemacht. Pep-Rallys fanden vor jedem großen Spiel statt, damit die Schüler ihre Mannschaft nochmal so richtig anfeuern konnten. Nach den Spielen sind meine Gastschwester und ich immer mit Freunden irgendwo zum Essen hingefahren, was besonders lustig war und wodurch ich mich noch besser mit allen verstanden habe. Die Football Spiele sind also eine gute und spaßige Gelegenheit neue Leute kennenzulernen und den Teamgeist der Schule zu spüren.

Alexandra Baumann - USA

Cheerleading

Als ich mein Auslandsjahr gemacht habe, habe ich bei der Football Saison  bei den Cheerleadern mitgemacht. Die Spiele und das ganze Drum und Dran hat mir so viel Spaß gemacht, dass dieser Klub oder eher Sport mein Lieblingsport wurde. Es war einfach immer sehr aufregend und spannend die ganzen ‚Stunts‘ zu machen. Vor allem wenn ich dann mal der ‚Flyer‘ war und dann sozusagen durch die Luft geworfen wurde. Das Ganze war auch gar nicht so einfach und ich kam dem Boden auch manchmal ein wenig zu nahe.

Nichts desto trotz war es einfach unglaublich die Spieler und die Zuschauer bei den Spielen anzufeuern, auch wenn das bei unserem Teamgeist nicht immer so nötig war. Die Unterstützung von der Schule, den Läden in der Stadt, der ganzen Stadt und besonders allen Fans unseres Teams war einfach hinreißend. Der Auflauf von Allen war riesig. Die ganze Nacht wurde in die Schulfarben getaucht. Die Zuschauer ließen sich von nichts abhalten und weder ließen wir eine Möglichkeit aus unsere Mannschaft anzufeuern. Die ganze Tribüne war nur in blau und gelb getunkt, die Menschen waren in Trikots, hatten bunte Masken, hatten gelbe und blaue Gesichtsfarbe benutzt, waren in passende Schals gehüllt und unterstützen das Team mit Sprechgesang, riesigen Plakaten und Anfeuerungen.

Als Cheerleader mussten wir dann auftreten, tanzen, ‚stunts‘ machen und die Stimmung mit unserem Gesang und unseren Plakaten und Schildern einheizen. Auch wir waren natürlich auch angemessen ausgestattet mit großen Schleifen, unserer Uniform, unseren einheitlichen Mützen, Trainingsanzügen, Pullovern und glitzerndem Lidschatten. Schon allein die Vorbereitung und die Choreographien machten unglaublich viel Spaß. Ich liebe die Atmosphäre während und vor einem Spiel und es war einfach ein angenehmer und neuer Sport der für mich einfach was Besonderes ist und zu meiner Zeit in Amerika einfach dazugehörte.

Daria Wackers - USA

Schwimmteam

Sportliche Aktivitäten werden in amerikanischen Schulen ganz groß geschrieben. Als ich das dann auch gemerkt habe, hab ich mich im Winter bei dem Schwimmteam angemeldet. Meine Schule bietete sehr viele verschiedene Sportarten an.

Als ich dann die Trainingszeiten für Schwimmen gehört habe, ist mir erst mal der Mund offen stehen geblieben. Training war von Montag-Donnerstag jeden Tag eineinhalb Stunden lang und nach drei Wochen hatten wir jeden Freitag ein Wettkampf gegen andere Schulen. Wir sind direkt nach der Schule ins nächstgelegene Hallenbad gefahren um zu trainieren. Es war unglaublich. Die ersten Tage hatte ich so Muskelkater, dass ich mich kaum bewegen konnte, aber man gewöhnt sich schnell daran.

In der zweiten Woche fanden dann auch die „Try-outs“ statt, d.h. also ein Auswahlverfahren, wer für das Schwimmteam geeignet ist oder nicht. Allerdings wer bis dahin das harte Training jeden Tag schon ausgehalten hat war dafür definitiv geeignet. Ich hab dadurch viele Leute kennen gelernt und es bildete sich nach einer Zeit ein gewisser Teamgeist. Wir hatten vier verschiedene Schwimmstile. Unsere zwei „Choachs“ haben uns vor einem Schwimmwettbewerb immer wieder in ein anderes Rennen eingeteilt, es gab auch Staffelschwimmen oder eben einzeln.

Am Tag des Wettbewerbs mussten wir mit einheitlicher Uniform in die Schule kommen um den Teamgeist zu fördern. Wir hatten außerdem gleiche Badeanzüge (bzw. Badehosen) und Badekappen. Es war zeitintensiv aber auf jeden Fall aufregend ein Teil eines Schwimmteams zu sein!

Andrea Stefke - USA

Cross Country

Cross Country, ein für mich bisher unbekannter Sport. Auf Deutsch würde es wahrscheinlich soviel heißen wie „Querfeldeinlauf“.

Durch Zufall bin ich ins Cross Country Team eingestiegen und da ich in Deutschland nie viel Ausdauersport betrieben habe, hatte ich anfangs meine Zweifel, aber im Nachhinein war es genau die richtige Entscheidung. Jeden Tag nach der Schule hatten wir Training, das hieß also zwei Meilen über das Schulgelände laufen. Es war sehr anstrengen, aber so hielt ich mich fit und wurde von Zeit zu Zeit besser.

Besonders toll waren die sogenannten „Meets“, zu denen wir in einem typisch-amerikanischen Schulbus hingefahren sind und an Wettbewerben in ganz Louisiana teigenommen haben. Mit der Zeit ist man zu einem richitgen Team zusammen gewachsen und man verlor oder gewann zusammen.

Vanessa Deppe – USA

An meiner Schule wurden viele verschiedene Sportarten angeboten

An meiner Schule wurden viele verschiedene Sportarten angeboten. Von Standardsportarten wie Basketball und Fußball bis hin zu für mich völlig fremde Aktivitäten wie Cricket, Rugby und Surfen.

Entgegen vieler Befürchtungen war es nicht so, wie man es aus vielen Filmen kennt: Die Footballer haben das Sagen an der Schule und sind die absoluten Obermacker und ihre Cheerleader ihre zickigen Anhängsel, wohingegen die, die wirklich gut sein wollen, ausgegrenzt werden. Alles Blödsinn! Das Miteinander an der Schule war ziemlich gut und die guten Sportler waren wirklich nett und wirklich interessiert an uns und unserer Kultur. Die Leute waren wirklich ziemlich offen, also falls du dir auch Gedanken über solche Sportler-clichées machst, vergiss sie einfach und sei gespannt auf das, was du im Sport an deiner eigenen Schule für Erfahrungen machst.

Ich selbst habe als Sportart Surfen gewählt, weil ich etwas machen wollte, was ich zu Hause nicht machen kann und das für mich etwas ganz Besonderes wäre und ich muss sagen: es hat sich wirklich gelohnt! Ich habe durch diese Wahl viele Freundschaften geschlossen (Sport verbindet einfach) und es war wirklich eine klasse Erfahrung. Und noch ein kleiner Tipp: keine Angst dich zu blamieren ;) Du als Deutsche/r hast zumindest ne Ausrede, falls es dich mal richtig auf die Nase haut. Keiner wird sich lustig über dich machen, sondern die Leute werden einfach MIT dir über diese lustige Tollpatschigkeiten lachen! Hab einfach deinen Spaß und integrier dich durch die Sportteilnahme komplett in dein Schulleben, es lohnt sich! Viel Spaß

Nina Fichtner - Neuseeland

Mein Lieblingssport mal ganz anders

Seit ich 6 Jahre alt bin mache ich mittlerweile schon Taekwondo, also stand für mich von Anfang an fest, dass ich auch in Canada versuchen würde weiter zu trainieren. Und so kam es dann auch.

Nachdem ich eindeutig feststellen musste, dass Cross Country nicht so ganz mein Ding ist, habe ich mich dann irgendwann doch aufgemacht und nach einem Verein außerhalb der Schule gesucht. Obwohl ich mich ja eigentlich auskenne, war ich dann wirklich überrascht, wie groß die Unterschiede zwischen deutschem und kanadischem Taekwondo doch waren. Das führte dazu, dass ich trotz Schwarzgurt eine Menge neue Sachen lernen musste und ich glaube deswegen kann ich auch getrost von meinem „neuen“ Lieblingssport reden ;) Durch viel Übung und echt witzige Trainer kam ich dann mit der Zeit immer besser klar und merkte wie ich langsam meinen eigenen kleinen Platz im Team bekam.

Als ich dann im November die Chance hatte bei meinem leider einzigen Turnier zu starten, gehörte ich schon voll dazu. Genau wie ich die anderen anfeuerte, schrien sie sich auch bei meinen Kämpfen die Seele aus dem Leib und ich kann euch gar nicht sagen, wie mich das gefreut hat!! …und auch danach hatte ich eine einfach unglaubliche Zeit: von Extra-Training am Sonntagmorgen, das trotz eindeutigen Schlafmangels immer ein echtes Highlight war, bis hin zum Rap-Konzert von einem meiner Trainer - wir hatten einfach so viel Spaß! Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich meine engsten kanadischen Freunde eindeutig dort gefunden habe und es nur jedem empfehlen kann, sich einem Sportteam anzuschließen, denn dann erlebt man sein Gastland irgendwie noch einmal ganz anders.. ;)

Anne Lüger - Kanada

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