Meine Gastfamilie

Das Zuhause auf Zeit

Sicherlich mit einer der entscheidensten Faktoren und im Vorhinein mit viel Unsicherheit, Neugierde und Spannung erwartet: Die Gastfamilie! Hier handelt es sich schließlich um für Dich erstmal völlig unbekannte Menschen, mit denen Du zusammen leben und den Alltag im Ausland meistern sollst. Aber keine Angst: Wir wissen natürlich, wie wichtig es ist, sich als Austauschschüler in seiner Gastfamilie wohl zu fühlen. Deswegen geben wir uns im Vorhinein schon sehr viel Mühe, die richtige Familie für Dich zu finden. Unterstützt werden wir bei der Suche nach Deiner Gastfamilie durch unsere Betreuer (Local Coordinators) vor Ort. Hier erfährst Du noch mehr über Deine Gastfamilie von TravelWorks.

Aber wie ist das nun wirklich, in einer Gastfamilie zu leben? Am besten können darüber unsere ehemaligen Austauschschüler berichten, denn die haben diese Erfahrung selbst gemacht:

Meine Gastfamilie - Erfahrungsberichte

Meine etwas andere kanadische Familie

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich zuerst richtig enttäuscht war, als ich die Unterlagen, über meine Welcome-Family zugeschickt bekommen habe. Klar war ich froh, endlich zu wissen, wo ich die erste Woche verbringen würde, doch eine alleinstehende, ältere Dame über 60 und deren Mutter waren jetzt nicht so ganz das, was ich mir gewünscht hätte. Immerhin hatten sie einen Hund. Wie man sich denken kann, war ich also froh zu wissen, dass meine eigentliche Family dann so ziemlich der Traum eines jeden Austauschschülers war: Mama, Papa, 3 Kinder und Katze. Doch dann kam alles sowas von anders ;)

Ich kam in Canada an und komischerweise war meine Welcome-Family genau das Gegenteil von dem, was ich erwartet hatte. Trotz ihrer nicht mehr so ganz jungen Jahre stellten sich meine Gastmutter und Oma als zwei absolut energiegeladene, witzige und vor allem sehr herzliche Menschen heraus. Die erste Woche verging wie im Flug und überraschenderweise fühlte ich mich schon ziemlich heimisch. Umso schwerer war es dann, wieder zu gehen, aber ich wollte meiner eigentlichen Hostfam, die sich ja auch schon auf mich eingestellt hatten, auch eine Chance geben. So zog ich also am Samstagmorgen um und wurde auch in meinem neues Haus sehr freundlich empfangen. Auch dort gaben sie sich wirklich Mühe, aber irgendwie merkte ich nach kurzer Zeit, dass ich ziemliches „Heimweh“ hatte. Allerdings wollte ich nicht zurück nach Deutschland, sondern zurück zu Heidi, meiner Welcome-Family. So kam es dann, dass ich nach einigen Diskussionen mit dem International Office (hier noch mal Danke an TravelWorks, dass alles so schnell geklappt hat!!) noch einmal umzog..

Den Rest meines Aufenthalts verbrachte ich dann also in Heidi’s House, dass wir auch immer liebevoll unser Girls House nannten, denn insgesamt waren wir 8 Mädels. Ihre eigenen Kinder waren alle schon ausgezogen und da Heidi nicht allein in dem großen Haus wohnen wollte sah unsere Family so aus: Heidi, Oma, Mila (ehemalige Nanny, die immer noch dort wohnt), 4 Austauschschülerinnen (Brasilien, Italien, China, Deutschland) und Simba, unsere Hündin. Hier in Deutschland bin ich Einzelkind, also könnt ihr euch vorstellen, dass es eine ziemliche Umstellung war, plötzlich Teil einer so verrückten, internationalen Großfamilie zu sein. Logischerweise wurde es bei uns nie langweilig und wir hatten eine Menge Spaß zusammen! Ich muss sagen, dass ich das ganze Chaos unglaublich lieben gelernt habe und also nur jedem empfehlen kann, seiner Family eine Chance zu geben, auch wenn sie vielleicht nicht ganz seinen Vorstellungen entspricht!

Anne Lüger - Kanada

Ich hatte gleich beim ersten Mal eine so tolle Gastfamilie erwischt

Ich weiß das es auch hätte nicht so gut laufen können. Aber ich hatte gleich beim ersten Mal eine so tolle Gastfamilie erwischt. Auch wenn ich zunächst nicht verstanden hatte. Gleich am ersten Tag hab ich aus Versehen das Fenster kaputt gemacht, so dachte ich. Doch sie haben super nett reagiert und haben mich drauf hin gewiesen das ich das Fenster nur falsch gekippt hatte.

Und so ging das auch weiter. Sie haben mich wie ihre Tochter behandelt auch wenn ich nie wirklich Mutti gesagt habe. Ich wurde in alles mit einbezogen, wurde zu "Familienratsitzungen" dazu gezogen wenn irgendwas besprochen werden musste. Sie haben meine "Macken" akzeptiert und mit Probleme konnte ich zu ihnen kommen, egal was es war. Meine Gastmama hat mich überall mit hin genommen ob es nun Joga war oder mit zu Freunden genommen zum Kaffee.

Ich vermisse das hier zu Lande aber ich habe immer noch viel Kontakt und frage meine Gastfamilie bei Problemen.

Nele Päsler - Neuseeland

Meine Gastfamilie ist die beste

Meine Gastfamilie war einfach nur super. Sie bestand aus meiner Gastmutter, meinem Gastvater, meinen drei Gastbrüdern und zwei Hunden. Außerdem sah ich die Freundin meines ältesten Gastbruders als Gastschwester an.

Da ich schon 5 Monate vor meiner Abreise die Gastfamilieninformationen bekommen hatte, nahm ich schon sofort Kontakt mit ihnen auf. Mit meiner Gastmutter schrieb ich von dem Zeitpunkt an jeden auf Facebook. Als ich schließlich in Amerika ankam, fühlte ich mich sofort wie ein Teil der Familie. Es fühlte sich so an, also ob wir uns schon ewig kennen würden. Die Chemie stimmte einfach.

In den ersten drei Tagen fuhren wir sofort gemeinsam in einen Familienurlaub nach Kings Dominion, einem Vergnügungspark. Das Verhältnis mit meinen Brüdern war total gut. Nach kurzer Zeit sah ich sie schon als meine besten Freunde an und wir halfen uns immer gegenseitig mit allerlei Dingen. Meine Gastmutter wurde für mich sehr schnell wie meine richtige Mutter und ich wurde von allen als Tochter bzw. Schwester angesehen

Im Winter wurde mir von meinem Gastvater das Snowboarding beigebracht und mit ihm führte ich immer stundenlange Gespräche über Fußballtaktiken. Es war einfach nur toll. Auch mit meinen Freunden verstand sich meine Gastfamilie super. Meine beste Freundin gehört schon fast zu meiner Familie.

Am Ende des Jahres fragte mich meine Gastmutter sogar, ob sie mich nicht adoptieren könnte und dann für immer bei ihnen wohnen könnte. Ich liebe meine „zweite Familie“ total und ich weiß gar nicht, was ich ohne sie anfangen sollte. Sie sind immer für mich da, auch jetzt, wo ich nicht mehr in Amerika bin. Ich kann mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen.

Kerstin Farke - USA

Meine hostfamily war perfekt für mich

Meine hostfamily war perfekt für mich: eine 11-jährige kleine Schwester und ein 14-jähriger Bruder. In den 6 Monaten meines Aufenthaltes konnte ich also mal die große Schwester spielen, die ich zu Hause nicht sein kann. Haylee (Schwester) war wirklich sehr süß. Sie hat mich wirklich als ihre große Schwester gesehen und demnach viele Sachen mit mir gemacht. Wir sind Trampolin gesprungen, waren am Strand, waren im Nationalpark etc. Sie hatte ihren Spaß und ich meinen.

Mit meiner Gastmutter hätte es auch nicht besser laufen können: Sie war einfach nur noch herzlich und hat sich sehr um mich gekümmert und mich integriert. Da sie alleinerziehend ist, hatten wir jedes zweite Wochenende sturmfrei, da die Kinder an diesen Wochenende beim Vater waren.

Wir sind in den Australia Zoo gegangen, sind am Strand mit dem Hund spazieren gegangen und einmal sind wir sogar für ein Konzert nach Sydney geflogen! das war wirklich eines der tollsten Ausflüge, den wir gemacht haben. Und wir haben wirklich sehr viel unternommen... Also alles in einem hatte ich the best hostfamily ever ! :)

Kim Müller - Australien

Meine Gastfamilie war total klasse

Meine Gastfamilie war total klasse. Sie bestand aus Host-Mum, Host-Dad und zwei Host-Sisters, die beide in meinem Alter waren und auf der gleichen Schule wie ich waren. Sie haben wirklich alles dafür getan, dass ich mich wohl fühle!

Ich war total integriert in ihr Familienleben, d.h. wir waren ganz oft zusammen am Strand, sie haben mir das Surfen beigebracht und ganz viele Nationalparks gezeigt, in denen wir wandern waren und manchmal sogar über Nacht zum Camping geblieben sind. Ebenso haben wir ein Wochenende an einem Campingplatz, zwei Minuten vom Strand entfernt, verbracht und waren dauernd im Wasser oder haben Strandspaziergänge gemacht.

Meine Host-Mum war auch „Personal Trainer“ in einem Fitness-Studio und mindestens einmal pro Woche hat sie mit mir und meinen Gastschwestern ein Sport-Programm gemacht, was über Krafttraining bis hin zum Joggen am Strand ging.

Auf der anderen Seite habe ich aber auch normale Aufgaben im Haushalt übernommen, wie Staubsaugen, Putzen oder auch einkaufen gehen. Dies empfand ich allerdings keineswegs als Belastung, sondern man hat es vielmehr sehr gerne getan, da man ein vollwertiges Mitglied der Familie war und auch dies eine Art und Weise der Integration darstellte!

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich echt total glücklich mit meiner Gastfamilie war und die Zeit mit ihnen nicht perfekter hätte sein können, denn es war immer viel los bei uns und so hat man sehr viel erlebt und viele verschiedene Leute getroffen!

Katharina Richard - Australien

Weitere Erfahrungsberichte & Texte folgen!

Das Schüleraustausch-Magazin wird regelmäßig aktualisiert und erweitert - Wiederkommen lohnt sich! Zudem informieren wir Dich auf unserer Facebook-Seite über neue Magazin-Beiträge.

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