Internationale Freundschaften
"Werde ich schnell neue Freunde finden?" - Das ist bestimmt eine der Fragen, die Dich vor Deinem Schüleraustausch am meisten beschäftigen. Um sich in einem fremden Land einzuleben, zu Hause zu fühlen und vor Heimweh gefeit zu sein, sind Freunde unerlässlich. Aber sei unbesorgt: Über Deine Gastfamilie, Deine Schulklasse oder bei Freizeitaktivitäten wirst Du schnell neue Bekanntschaften machen und Freundschaften schließen. Diese Freundschaften können auch weit über Deinen Austausch hinaus halten, auch über kilometerweite Entfernungen. Außerdem können internationale Freundschaften sowohl für Dich, als auch Deinen jeweiligen Freund/In eine große Bereicherung sein.
Was für Erfahrungen haben ehemalige Austauschschüler gemacht? Wie haben sie Freundschaften geschlossen und was haben sie mit ihren neuen Freunden erlebt?
Meine neuen Freunde - Erfahrungsberichte
Ich habe die verschiedensten Leute kennengelernt

Im Juni 2009 bin ich nach Australien gegangen, um dort meinen High-School-Aufenthalt zu absolvieren. Während meines neunmonatigen Aufenthaltes habe ich die verschiedensten Leute kennen und lieben gelernt.
Richtig gut habe ich mich mit einer Gruppe von ca. 10 Leuten angefreundet. Dies war am Anfang nicht einfach, denn als Neue in einem fremden Land mit anderen Kulturen und einer anderen Sprache traut man sich nicht gleich alle möglichen Leute in der Schule anzusprechen. Aber nachdem ich mich überwunden hatte und die Australier sehr offen waren, habe ich mich schnell mit ihnen angefreundet und die verschiedensten Sachen mit allen unternommen.
Natürlich war die Sehnsucht nach diesen Freunden nach meiner Rückkehr nach Deutschland riiiiiiesig groß. Da kann auch ständiges schreiben und in Kontaktbleiben bei Facebook und Skype nichts ändern. Auch wenn es schwierig ist, mit Freunden in engem Kontakt zu bleiben, die ueber 15.000 km entfernt sind, so lohnt es sich doch, sich so viel wie möglich zu erzählen und sich die Zeit zu nehmen, ewig lange Mails bei Facebook zu schreiben und zu beantworten. Und die schönste Freude ist es dann, wenn man sich irgendwann wieder sieht.
Ich bin im Sommer 2011 nach über einem Jahr ohne meine australischen Freunde nach Australien zurückgekommen und auch wenn sich alle in der Zeit verändert und weiterentwickelt haben, so war es trotzdem wunderschön und einfach unglaublich alle wiederzusehen und ich habe jede Sekunde dort genossen! Vor allem zu wissen, dass man auch auf der anderen Seite der Welt Leute hat, die an einen denken und einen jederzeit aufnehmen würden ist ein unbeschreibliches Gefühl!
Ich kann deshalb auch nur jedem empfehlen, so gut und so viel es geht mit den dort kennengelernten Freunden in Kontakt zu bleiben, da man so auch einen viel größeren Ansporn hat, nocheinmal in das Gastland zurückzukehren. Außerdem sind es vor allem meine Freunde, mit denen ich die meisten und witzigsten Erinnerungen meines Aufenthaltes habe.
Michelle Berges – Australien
Meine Klassenkameraden haben mich so nett aufgenommen...

Meine Reise begann im Januar 2010 nach Neuseeland. Ich hatte diesen Traum schon seit Langem und nun war es soweit. Alles ging so schnell, die ganzen Vorbereitungen und Erledigungen, die man zu tun hatte. Und ehe es soweit war, saß ich schon mit meinem besten Freund und anderen TravelWorks Teilnehmern im Flieger.
Mir persönlich fiel der Abschied nicht schwer, da ich voller Vorfreude und Abenteuerlust war. Doch so mancher Zweifel kam dennoch auf. Werde ich Freunde finden? Was mache ich, wenn mich keiner versteht? Wie wird meine Gastfamilie sein? Viele Fragen schossen mir durch den Kopf. Nachdem ich in Christchurch gelandet war, kam mich meine Gastmutter abholen und stellte mir so viele Fragen, dass ich gar nicht so schnell antworten konnte. Es war ein komisches Gefühl zu wissen, dass ich bei dieser Frau die nächsten 6 Monate verbringen werde, denn ich kannte sie ja kaum.
Als wir zuhause angekommen waren, lernte ich den Rest der Familie kennen. Alle waren sehr nett. Und zu meinem Glück war eine Frau dabei die deutsch sprach. Ich verspürte Hoffnung, da mein Englisch ganz grausam war. Sie half mir über die ersten Hürden. Nach einiger Zeit fühlte ich mich ganz zu Hause, wir sahen gemeinsam fernsehen und aßen immer gemeinsam.
Nun stand der erste Schultag vor der Tür. Ich hatte solche Angst ich würde mich verlaufen oder gar nichts verstehen. Leider kam es auch so. Ich verlief mich und kam zum Glück nicht zu spät und als ich nach dem Weg fragte habe ich mal gar nichts verstanden außer Bahnhof. Nun ja, nachdem ich die wunderschöne Schule betrachtet habe und den Schulplan, schöpfte ich Hoffnung. Ich vermute man sah mir an, dass ich neu bin. Denn nach nur fünf Minuten im Klassenraum sprachen mich einige Mädchen an, wer ich bin und woher ich komme. Zuerst war ich sehr schüchtern es war alles so neu und ich hatte Angst man könnte mich nicht verstehen, aber meine Klassenkameraden haben mich so nett aufgenommen, dass ich mich sehr wohl fühlte.
Ich schloss sofort Freundschaft mit Sam, Maddison und Nicola. Sam war in meiner Form class und die anderen beiden in einigen Kursen, die ich belegt hatte. Wir haben uns super verstanden und konnten über viele Dinge lachen. Ich verbrachte die Pausen mit Ihnen und später dann noch meine Freizeit. Dank ihnen konnte ich dem Unterricht gut folgen und die Klassenräume finden, denn ich habe eine leichte Orientierungsschwäche ;)
Ich habe mich wie ein Kiwi gefühlt, ich habe die Tests bestanden und hatte richtig viel Spaß in der Schule, ja man kann es kaum glauben aber Schule kann Spaß machen…zumindest im Ausland. Wir hatten eine enge Freundschaft, wir gingen abends mal aus und bei Sam konnte ich glücklicherweise reiten gehen, denn sie hatte 21 Rennpferde zu Hause. Ich habe oft bei ihnen geschlafen und wir haben viel zusammen erlebt. Sie sind Freunde fürs Leben für mich geworden und ich vermisse sie schrecklich sehr. Ich habe mich, dank ihnen sehr glücklich und zufrieden gefühlt.
Christchruch ist für mich ein Zweites zu Hause geworden und sobald ich kann fliege ich noch einmal hin und nehme meine Freunde in den Arm. Ich mag sogar behaupten, dass die Neuseeländer ein so aufgeschlossenes und nettes Volk wie kein anderes sind. Ein Nachteil hatte die ganze Sache allerdings…der Abschied fiel mir besonders schwer. Ich hatte mich so an das Leben dort gewöhnt und den Tag der Abreise ganz vergessen. Dennoch stehe ich immer noch in Kontakt mit meinen Freunden und meiner Gastfamilie, ich schicke ihnen Gummibären und einige nette Worte, sodass sie mich nie vergessen werden.
Alles in allem waren diese 6 Monate die schönste Zeit meines Lebens und ich habe Freunde am Ende der Welt.
Stefanie Zimmermann - Neuseeland
Video: Freunde im Ausland finden
Tipp: In unserer Videothek gibt es auch ein Video zum Thema "Freunde und Freizeitgestaltung", in dem drei High School Returnees von ihren Erfahrungen berichten.
Weitere Erfahrungsberichte & Texte folgen!
Das Schüleraustausch-Magazin wird regelmäßig aktualisiert und erweitert - Wiederkommen lohnt sich! Zudem informieren wir Dich auf unserer Facebook-Seite über neue Magazin-Beiträge.




