Austausch Kanada: Erfahrungsberichte
Lest hier Erfahrungsberichte zum Austausch in Kanada von ehemaligen Austausch-Schülern von TravelWorks. Was haben Sie während Ihres Austausches in Kanada erlebt? Wie hat es Ihnen gefallen? Welche persönlichen Erfahrungen haben sie gemacht?
Ich bin viel selbstbewusster geworden
Unsere TravelWorks-Teilnehmerin Katharina verbrachte ihre Austauschzeit am MacLachlan College.
Schau Dir das interaktive Video-Interview an, in dem sie von ihren Erlebnissen berichtet. Du klickst die Fragen an, die Dich interessieren und Katharina gibt Antworten zu Themen wie ihrem schönsten Erlebnis, ihrer Gastfamilie, neuen Freunden oder Herausforderungen, denen sie begegnet ist.
Nach Kanada zu gehen war wahrscheinlich eine der besten Entscheidungen, die ich je gefällt habe
Hallo alle zusammen,mein Name ist Paulina und am 10. August 2010 begann mein großes Abenteuer - 10 Monate Kanada. Ich entschied mich für West Vancouver und mir wurde eine wundervolle Gastfamilie vermittelt; Mein Zuhause war von nun an bei Hilary, einer alleinstehenden Frau, die Kinder und Enkelkinder hat, mit denen ich auch viel unternommen habe. Gleich vom ersten Tag an fühlte ich mich wie ein Teil dieser Familie. Meine Gastmutter hat mich in allem, was ich gemacht habe, unterstützt, ich konnte mit ihr über alles reden und sie hat alles getan, um mir meinen Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.
Hilarys Haus ist sehr gemütlich, es liegt in dem sehr hügeligen West Vancouver nur wenige Schritte von Eagle Harbour Beach entfernt, wo ich zu Beginn täglich Schwimmen ging. Bevor die Schule am 7. September anfing, nahm ich, sowie viele andere International Students, an einem 3wöchigen Summer Orientation Programm teil. Dort haben wir nicht nur sehr viele Ausflüge gemacht, um die Gegend um Vancouver kennenzulernen, sondern ich lernte auch die meisten meiner zukünftigen Freunde kennen. Wir hatten alle sehr viel Spaß in diesen 3 Wochen und ich kann es jedem, der die Möglichkeit hat, nur empfehlen, am Orientation Programm teilzunehmen.
Paulinas Erfahrungen
"Ich habe sehr viel gelernt und vor allem bin ich hier reifer und noch unabhängiger als vorher geworden. Natürlich hatte ich meine Gastmutter, die für mich verantwortlich war, aber mein Leben musste ich selbst “auf die Reihe kriegen“. Ich habe noch 2 Jahr in Vancouver vor mir, und ich bin sehr glücklich, hier sein zu dürfen. Das Beste jedoch ist, dass ich bei meiner Gastmutter Hilary auch die nächsten beiden Jahre Verbringen kann. Dort habe ich mittlerweile mein „neues Zuhause“ gefunden."
Ich ging in die Rockridge Secondary School, das ist die kleinste Schule im West Vancouver School District und ich habe mich dort sehr wohl gefühlt. Ich war in der Jahrgangsstufe 10, einige Fächer hatte ich zusammen mit den 11ern, aber das konnte jeder so regeln, wie er wollte. Insgesamt hat jeder Schüler 8 Fächer, einige sind vorgegeben, wie z.B. Mathe und Englisch, die anderen stellt man sich selbst zusammen. Es gab wirklich tolle Angebote, wie z.B. Drama, Gitarre, andere Musik-Klassen, Photographie, Kochen, Nähen….. also für jeden etwas. Um ehrlich zu sein, die Schule war wirklich nicht schwer.
Ich musste nicht viel lernen und bekam trotzdem gute Noten. Und soviel ich mitbekommen habe, ging das vielen so. Ich habe in diesen 10 Monaten sehr viel erlebt. Ich habe tolle Leute kennengelernt und wunderbare Freundschaften geknüpft. Ich habe den Alltag an einer kanadischen Highschool erlebt und ein zweites Zuhause gefunden. Ich habe so viel erlebt, dass es unmöglich ist, alles aufs Papier zu bringen.
Im April 2011 blieben mir nur noch 2 Monate in Kanada, aus dieser Zeit versuchte ich, das Beste zu machen. Ich konnte mir jedoch nicht vorstellen, Vancouver zu verlassen und nicht mehr zurückzukommen. So entschied ich mich, weitere 2 Jahre in Kanada zu bleiben und hier meinen Abschluss zu machen. Da der normale kanadische Highschool-Abschluss nicht zählt, habe ich mich für das IB Programm entschieden. Dieser Abschluss ist international anerkannt. Nachdem ich den Aufnahmetest, einen reinen Logiktest, bestanden hatte, regelte ich noch meinen Schulwechsel, da das IB Programm nur der West Vancouver School angeboten wird.
Meinen Sommer verbrachte ich zu Hause in Deutschland, um dann Ende August wieder zurückzufliegen. Ich habe nun die ersten 4 Wochen im IB Programm hinter mir. Ich muss sagen, es ist ein ganz anderes Niveau als letztes Jahr, aber ich denke, ich habe mich mittlerweile an die vielen Hausaufgaben gewöhnt und daran, mehr Zeit für die Schule zu opfern.
Dank eines Ausflugs nach Squamish mit allen IB-Schülern habe ich sehr schnell neue Freunde gefunden, die das selbe „Schicksal“ teilen. Wir unterstützen und helfen uns gegenseitig wo es geht, und es ist nicht übertrieben zu sagen, dass wir alle untereinander wie eine große Familie sind. Meine neue Schule gefällt mir sehr gut, das ist die größte Schule im District mit ca. 1500 Schülern.
Nach Kanada zu gehen war wahrscheinlich eine der besten Entscheidungen, die ich je gefällt habe. Ich habe sehr viel gelernt und vor allem bin ich hier reifer und noch unabhängiger als vorher geworden. Natürlich hatte ich meine Gastmutter, die für mich verantwortlich war, aber mein Leben musste ich selbst “auf die Reihe kriegen“. Ich habe noch 2 Jahr in Vancouver vor mir, und ich bin sehr glücklich, hier sein zu dürfen. Das Beste jedoch ist, dass ich bei meiner Gastmutter Hilary auch die nächsten beiden Jahre Verbringen kann. Dort habe ich mittlerweile mein „neues Zuhause“ gefunden.
Paulina (Austausch Kanada)
Ich hatte eine tolle, aufregende Zeit
In der Schule wurde ich überrascht von der gelassenen Stimmung und dem tollen Verhältnis zwischen LehrerInnen und SchülerInnen. Es herrschten einige klare Regeln, aber ansonsten war alles recht locker. Ich wurde schnell akzeptiert, und während manche noch lange verzweifelt versuchten, meinen Namen richtig auszusprechen, kürzten ihn andere sofort auf Kat. Nachdem ich anfangs nicht so genau wusste, wo ich mich hinwenden sollte, weil ich jeden Kurs mit unterschiedlichen Leuten hatte, fand ich bald tolle Freunde, mit denen ich meine Lunchpausen verbrachte und auch nach der Schule und am Wochenende viele lustige Sachen unternahm.
Als ich über das anfängliche Heimweh hinweg war und merkte, dass ich mich jetzt tatsächlich richtig eingelebt hatte und meinen eigenen Freundeskreis hatte, machte mich das total glücklich und auch ein bisschen stolz. Ich hatte die ersten schwierigen Wochen überstanden und konnte jetzt meine Zeit in Kanada genießen.
Dazu gehörte natürlich nach Halloween, dem tollen Indian Summer und Thanksgiving auch der Winter! Die Erzählungen meiner Gastmutter über so hohen Schnee, dass man nicht um die Straßenecken gucken kann, und so kalten Temperaturen, dass beim Fahren die Windschutzscheibe gefriert, die Haare einfrieren und auch die Nasenlöcher, wurden alle wahr: Tagestemperaturen bis -25°C genauso wie schulfrei wegen zuviel Schnee. Trotz der unglaublichen Kälte war das wohl der schönste Winter, den ich je erlebt habe.
Irgendwann neigte sich das Semester dem Ende entgegen. Zwischen Schule, den ganzen Nachmittagstreffen wie Drama Club, Choir, Sewing Club und Badminton, den gelegentlichen Abendveranstaltungen in der Schule wie Dance- und Movie-Nights, einem Sportkurs mit meiner Gastmutter, einigen Ausflügen mit Schule, Freundinnen und Gastfamilie u. a. zu den Niagarafällen, nach Toronto, zum Musical oder einfach zu einem der wunderschönen Seen in der Region Muskoka und dem alltäglichen Spaß, den ich mit Freunden und Gastfamilie hatte, war die Zeit unglaublich schnell vergangen.
Ich musste wieder nach Deutschland! Auch wenn ich mich natürlich wieder auf meine Leute dort freute, überwog doch der Abschiedsschmerz. Ich fühlte mich mittlerweile so wohl, dass ich ohne mit der Wimper zu zucken noch ein halbes Jahr länger geblieben wäre. Meine Gastmutter und Schwestern stellten fest: "You are just as crazy as we are. You fit in perfectly into this family" Natürlich machte es mich froh, dass auch sie meine Anwesenheit als tolle Sache empfunden hatten. Und meine Freundinnen in der Schule waren genau so traurig wie ich, dass ich sie jetzt wieder verlassen musste.
Manche der Freundschaften waren so eng geworden. Beim Abschiedsessen dann natürlich die Tränen. Aber trotzdem war ich glücklich und dankbar. Es war doch toll, dass ich jetzt heulen musste, das hieß ja schließlich, dass sich alles gelohnt hatte. Ich hatte eine tolle, aufregende Zeit! Und die Erinnerungen bleiben genauso wie die Freundschaften. Zu meinen besten Freundinnen habe ich noch immer so Kontakt wie zu meiner Gastfamilie. Und das wird auch so bleiben!
Katharina (Austausch Kanada)
Wir lachen viel und haben eine Menge Spaß!
Mir geht es super hier. Bis jetzt hatte ich schon fast 3 Wochen Schule in Chilliwack. Meine Hauptfächer sind Social Studies, Spanisch, Chemie und Mathe. Natürlich habe ich auch schon viele Leute kennen gelernt. Wir lachen viel und haben eine Menge Spaß.
Meine Gastfamilie ist einfach spitze: Mit meiner Gastschwester Jen verstehe ich mich sogar ohne Worte, und mit meiner Gastmutter Wendi kann ich einfach jeden Tag lachen und wir backen oft zusammen. An den Wochenenden verbringe ich die Zeit mit Freunden oder meiner Gastfamilie. Wir unternehmen so viele Dinge, z.B. kayaking, beach trips, shopping, hiking…
In 2 Wochen fahre ich für 5 Tage nach Québec, da meine Gastschwester am National Tournament für Taekwondo teilnimmt. Ich habe auch schon einen Platz zum Badminton spielen gefunden, engagiere mich freiwillig im Tierheim und jogge regelmäßig. Wir haben gleich einen Kilometer von hier einen wundervollen Fluss. Es ist echt toll, dort entlang zu laufen, wenn gerade die Sonne untergeht! Ich bin einfach so angetan von der Landschaft, den Leuten, der Ruhe und davon, dass man Zeit für sich selbst hat.
Michelle (Austausch Kanada)








