Auslandsjahr Kanada: Länderinfos

Was verbindest Du mit Kanada? Ahornsirup? Männer in Holzfällerhemden? Niagarafälle? Natürlich reisen die meisten wegen der unberührten Natur und dem unaufdringlichen Charme nach Kanada. Allerdings hat das Land nördlich der USA viel mehr als Wildnis zu bieten.

Auslandsjahr Kanada
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Das Ahornblatt als Nationalsymbol Kanadas

Kanada Fakten

  • Hauptstadt: Ottawa (1,06 Mio Einw.)
  • Währung: Canadian Dollar (ca. 0,64 €)
  • Sprache: Englisch, Französisch, Inuktitut
  • Klima: Januar -11°C, Juli 20°C (Durchschnittstemp. Ottawa)
  • Visum: Schülervisum
  • Essen: Pancake mit Ahornsirup, Wildbeeren, Bagel
  • Sightseeing: Vancouver, Toronto mit CN Tower (553 m), Québec, Montreal, Niagara Fälle, Ottawa, Ontariosee, Nationalparks, Kajaktour, Skifahren in den Rocky Mountains

Erste Eindrücke für Dein Auslandsjahr in Kanada

 

Auslandsjahr Kanada: Land, Leute und Kultur

Viel stärker als in den USA haben die Ureinwohner (Inuit) Kanadas die Landeskultur mitgestaltet. Maßgeblichen Einfluss auf die kanadische Kultur hatte allerdings die französische bzw. britische Kolonialzeit, die zusammen mit den Einflüssen aus den USA und der Vermischung mit asiatischen, lateinamerikanischen und europäischen Kulturen eine einzigartige kosmopolitische Kultur geschaffen hat.

Kultur, Sprache, Essen und sogar die Geschichte hängen davon ab, wo man sich gerade befindet. In Ballungszentren wie Vancouver oder Toronto gibt es mehr als 120 Sprachgruppen, denn viele der Einwanderer haben ihre Muttersprache behalten und haben ihre eigenen Viertel. Eh man sich versieht, landet man in Little Italy oder China Town. Landeinwärts findet man hier und da sogar noch sogenannte "Kolonien" der deutschstämmigen Mennoniten.

Auslandsjahr Kanada
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Fantastische Natur beim Auslandsjahr Kanada erleben

Kulturelle Vielfalt entdecken beim Auslandsjahr in Kanada

Wenn Du ein Auslandsjahr in Kanada verbringst, wirst Du schnell merken, dass sich die kanadische Gesellschaft über die Idee des Multikulturalismus definiert. Das gilt nicht nur für die britische und französische Kultur, sondern auch für die der Einwanderer aus anderen europäischen Ländern, der Karibik, Afrika, Asien, und nicht zuletzt für die Kultur der kanadischen Ureinwohner.

Menschen aus aller Welt haben sich in Kanada niedergelassen und dem Land zu seinem wahrhaft multikulturellen Charakter verholfen. 1991 waren mehr als elf Millionen Kanadier (die Urbevölkerung eingeschlossen) oder 42 Prozent der kanadischen Bevölkerung nicht britischer oder französischer Herkunft. Menschen deutscher, italienischer, ukrainischer, holländischer, polnischer, chinesischer, südasiatischer, jüdischer, portugiesischer und skandinavischer Abstammung sowie Einwanderer aus der Karibik bildeten die größten ethnokulturellen Gruppen.

Bereits im Jahre 1971 wurde der Multikulturalismus zur offiziellen Regierungspolitik erklärt und ein Jahr später erstmals ein Staatsminister für Multikulturalismus ernannt. Im Juli 1988 trug die kanadische Regierung durch die Verabschiedung des kanadischen Multikulturalismus-Gesetzes dem Wandel der kanadischen Gesellschaft Rechnung. Dieses grundlegende Gesetz garantiert, dass jedem kanadischen Bürger, ungeachtet seiner Herkunft, die gleichen Möglichkeiten eingeräumt werden, uneingeschränkt am gesellschaftlichen Leben des Landes teilzunehmen.

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Vieux Quebec in Kanada

Auslandsjahr Kanada: Geschichte

Die Ureinwohner Kanadas kamen vor 50.000 bis 15.000 Jahren aus Asien über die Landbrücke zwischen Sibirien und Alaska. Einige dieser Menschen blieben im Gebiet des heutigen Kanadas, andere wanderten weiter nach Süden. Erst gegen Anfang des 16. Jahrhunderts kamen erste Siedler nach Kanada, um dort vor allem die Tierwelt auszubeuten.

Briten und Franzosen stießen immer weiter Richtung Norden vor und beanspruchten die „entdeckten“ Gebiete für sich. In der Folge kam es zu verschiedenen kriegerischen Auseinandersetzungen, die im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) mündeten, den Großbritannien gewann. Nachdem Quebec (1759) und Montreal (1760) eingenommen waren, wurde 1763 die französische Kolonie an die Briten übergeben, jedoch mit der Einschränkung, der Eigenständigkeit der Region Quebecs. Seither ist Französisch in Kanada die offizielle zweite Amtssprache.

Einen großen Zulauf erhielt Kanada während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges, wo viele hierhin flüchteten, sowie ab 1815, nachdem die britische Regierung mit der Förderung für Auswanderer nach Kanada begonnen hatte. So kamen innerhalb von 40 Jahren mehr als 1 Mio. Neusiedler nach Kanada.

In den letzten 30 Jahren musste sich Kanada wieder mit der grundlegenden Frage seiner nationalen Identität auseinandersetzen. Die Unzufriedenheit vieler Frankokanadier in der Provinz Quebec führte 1980 zum Volksentscheid über die Frage einer größeren politischen Unabhängigkeit der Provinz; die Mehrheit entschied sich jedoch für die Beibehaltung des Status quo.

Kanada, das von zwei, als historische Gegenspieler bekannte Völkern, gegründete Land wird durch Einwanderer der verschiedensten Kulturen, Sprachen und Bekenntnisse bereichert und zeichnet sich durch seine geographische Vielfalt aus.

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Yukon Territory in Kanada

Landschaft, Flora und Fauna beim Auslandsjahr Kanada

Für Dich steht fest: Im Land der Hölzfäller verbringst Du Dein Auslandsjahr? Kanada ist flächenmäßig der zweitgrößte Staat der Erde, ist allerdings nur im Süden stärker besiedelt, weswegen man im übrigen Kanada überwiegend auf unbesiedelte und fast unberührte Natur stößt. Eben das macht Kanada aus:

  • Riesige Waldflächen,
  • traumhafte See- und Gebirgslandschaften und
  • eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt.

Die wichtigste kanadische Gebirgsregion ist das Western Cordillera Bergsystem in British Columbia, Alberta, Yukon Territory und den Northwest Territories mit den Rocky Mountains, Coast Mountains und Mackenzie Mountains. Ein zweites wichtiges System verläuft entlang der Nord-Ost Küste von Ellesmere Island bis zu den Torngat Bergen in Quebec und Newfoundland und Labrador. Ein drittes großes Bergsystem sind die Appalachen und Laurentides im Osten Kanadas. Höchster Berg ist der 5.959 Meter hohe Mount Logan im Yukon Territory.

7,6% der kanadischen Landmasse sind mit insgesamt rund zwei Millionen Seen bedeckt. Allein die Binnengewässer haben zusammen mehr als das Doppelte der Fläche Deutschlands. Die wichtigsten Seen (Reihenfolge nach Größe der in Kanada gelegenen Fläche) sind der Huronsee, der Große Bärensee, der Obere See, der Große Sklavensee, der Winnipegsee, der Eriesee und der Ontariosee. Viele der großen Seen liegen teilweise auch im Gebiet der Vereinigten Staaten. Der größte gänzlich in Kanada gelegene See ist der Große Bärensee mit 31.328 km² in den Northwest Territories. 

Auslandsjahr Kanada: Gesundheit

Bei der Einreise für müssen keine Impfungen vorgewiesen werden. Die sanitären und hygienischen Verhältnisse entsprechen den Verhältnissen in Deutschland. Das Leitungswasser ist zwar trinkbar, enthält jedoch relativ hohe chemische Zusätze. Dafür gibt es genügend einheimische und importierte Trink-(Quell-) und Mineralwasser, die in großer Auswahl angeboten. 

Zu beachten ist lediglich, dass die Qualität und Zuverlässigkeit der Gesundheitsversorgung (zumindest in den Provinzen Québec und Ontario) nicht immer unserem Standard entspricht. Überlastung von Krankenhäusern und Ärzten führt dazu, dass weder eine der unsrigen entsprechenden Notfallversorgung noch eine durchgehende ärztliche Behandlung sichergestellt ist. Auch Privatpatienten sind hiervon betroffen.

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