Christophs High School Year in den USA

Bild von Christoph
Name: Christoph
Alter: 15
My Highschool: Smyrna
In den USA:
August 2009 - Juli 2010
 
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Datum: 30.07.2010
Betreff: Letzter Bericht
 

Liebes TravelWorks Team!

In diesem letzten Bericht über mein High School Jahr möchte ich euch von den letzten Wochen vor meiner Heimkehr erzählen. Für mich war der 28. Mai schon der letzte Schultag, denn da meine Noten durchgängig sehr gut waren, musste ich keine Abschlussprüfungen schreiben, und konnte stattdessen eine Woche früher den Sommer genießen. Der Abschied von all meinen Mitschülern und Freunden fiel mir teilweise sehr schwer. Fast alle von ihnen verewigten sich jedoch in meinem Yearbook, so wie es dort üblich ist, und einige gaben mir sogar  kleine Abschiedsgeschenke. Am Abend dieses letzten Schultages fand dann schließlich noch Bankett des Schul Soccer Teams statt auf dem jeder Spieler ein kleines Zeugnis vom Coach ausgestellt bekam, und ich noch einmal extra geehrt wurde. Mir wird das Team sicherlich sehr fehlen, nach all den gemeinsamen Trainingseinheiten am Nachmittag und den ganzen Spielen und Turnieren.

Meine Gastfamilie hatte sich noch einen großen Trip in den restlichen zwei Wochen, in denen ich noch bei ihnen war, vorgenommen. Mit insgesamt acht Leuten –meinen zwei Geschwistern, ihrer Oma, ihrer Tante, und deren drei Kindern – machten wir uns in nur einem Auto auf zu einem 4-Tage-Ausflug nach Chicago, Milwaukee und St. Louis. Neben meinen Besuchen in New York und Washington, DC war dieser Trip ein absolutes Highlight des Jahres. Wir besuchten ein Baseballspiel der Milwaukee Brewers, erklommen den höchsten Turm Nordamerikas sowie den „Gateway Arch“ in St. Louis, und staunten über die riesigen  Straßenschluchten Chicagos. Ich kann gar nicht sagen wie dankbar ich bin, dass meine Familie soviel Aufwand betrieben hat, nur um mir noch mehr von ihrem Land zu zeigen.

Natürlich versuchte ich wenigstens etwas davon zurückzugeben, also überlegte ich mir einen Raclette Grill zu bestellen und ihn meiner Gastfamilie ihn als etwas typisch Europäisches zu schenken. Ich denke das gemeinsame Essen war eine gute Idee und hat allen sehr viel Spaß gemacht und gut geschmeckt, und außerdem können sie es auch immer wieder leicht ohne meine Hilfe benutzen, so wie meine deutsche Familie es jedes Jahr zu Silvester tut.

Am Tag des Abschieds kamen sowohl meine gesamte Gastfamilie inklusive Großeltern und Tanten und Onkeln als auch einige meiner Freunde aus meiner Small Group aus der Kirche mit zum Flughafen. Es wurde ein wenig hektisch als wir meine Koffer noch umpacken mussten, da bei der Gepäckabfertigung herauskam, dass ich einiges an Übergepäck dabei hatte, aber ansonsten verlief alles ohne Probleme. Auch der Abschied von meiner Familie war leichter als gedacht, obwohl ich natürlich sehr traurig war, dass ich sie alle auf unbestimmte Zeit nicht wiedersehen würde.

Nach insgesamt 18 Stunden Flug kam ich völlig übermüdet am Flughafen Hannover an, wo mich meine deutsche Familie und einige Verwandte und Freunde schon mit selbst gemalten Begrüßungspostern, deutschen und amerikanischen Fahnen eigens für diesen Anlass bedruckten T-Shirts erwarteten. Einige Tage später ging es dann in den Urlaub nach Holland.

Hier hatte ich genügend Zeit meiner Familie in aller Ruhe von all meinen Erlebnissen zu berichten und ihnen meine umfangreiche Sammlung von Erinnerungsstücken – angefangen bei Eintrittskarten zu Footballgames bis hin zu den Weihnachtsgeschenken meiner Gastfamilie – zu zeigen.

Nun bin ich wieder zu hause in Niedersachsen und bereite mich so langsam auf die Schule vor. Der Kontakt zu meiner Gastfamilie und meinen amerikanischen Freunden ist dank Facebook und Skype wirklich kein Problem, obwohl ich über den Sommer eher weniger Kontakt hatte. Trotzdem ist es mir wichtig, niemals völlig den Kontakt in die USA zu verlieren. Möglicherweise möchte meine Gastfamilie nächstes Jahr im Sommer nach Deutschland kommen um zu sehen wie ich so lebe.

Mein Jahr in den USA war geprägt von spannenden, witzigen und teilweise etwas befremdlichen Eindrücken eines Landes, das trotz vieler Übereinstimmungen ganz anders als Deutschland ist. Mit meiner Gastfamilie hatte ich unglaubliches Glück. Sie haben mir viel von ihrem Land gezeigt, mir immer geholfen, wenn ich Probleme hatte, und gemeinsam hatten wir eine tolle Zeit.
Mein Tipp an alle zukünftigen Austauschschüler ist: Der beste Weg Freunde zu finden ist es sich in der Schule und anderswo, zum Beispiel in der Kirche und Organisationen wie den Boy Scouts zu engagieren. Ich habe an mehreren Mission Trips meiner Kirche und einigen Camps mit den Scouts teilgenommen, außerdem war ich im Fußballteam meiner High School. Das waren für mich die besten Möglichkeiten Leute zu treffen und außerdem hat es natürlich sehr viel Spaß gemacht.

Alles in allem hatte ich eine unbeschreibliche Zeit. Ich möchte dem DFH und ganz besonders TravelWorks danken mir durch das Vollstipendium solch eine einmalige Erfahrung ermöglicht zu haben. Die Betreuung durch TravelWorks und auch den CIEE in den USA war optimal!

Ich glaube es gibt keinen besseren Weg als ein Austauschjahr die Kultur und Sprache eines Landes so gut kennenzulernen, und dabei noch so viel Spaß zu haben. Danke!!!

Viele Grüße nach Münster

Christoph
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