Alinas High School Year in den USA
Name: Alina
Alter: 16
My Highschool: Houston
In den USA:
August 2010 - Juni 2011
ältere »
Datum: 29.12.2010
Betreff: Texanische Weihnachten
Nun bin ich seit fast einem halben Jahr hier und ich muss sagen, dass die Zeit viel schneller vergeht, als einem lieb ist.
Auf der einen Seite schmiede ich bereits Plaene fuer Dinge, die ich machen moechte, wenn ich wieder zurueck in Deutschland bin. Aber auf der anderen Seite habe ich ploetzlich das Gefuel, dass ich nun alles erleben muss, jeden Augenblick intensiver geniessen muss, da mir ja nur noch gut 5 Monate in den USA bleiben.
Die letzte Zeit war gepraegt von "ups and downs", was teilweise in ziemlichen Stress ausarten kann. Zu letzterem traegt vermutlich vor allem die Tatsache bei, dass ich ein sogenanntes "Double placing" bin, in meiner Gastfamilie also mit einer anderen Austauschschuelerin lebe. Es kann wirklich von Vorteil sein, jemanden zu haben, der aehnliches erlebt, wie man selber und mit dem man sich ueber Sorgen, aber auch positve Dinge austauschen kann. Allerdings kann exakt dieser Austausch ueber Erlebnisse auch zu Streit fuehren, wenn einer der beiden mehr Glueck hat, oder es einfacher fuer einen ist, sich zu integrieren, was logischer Weise negative Reaktionen bei dem anderen Austauschschueler hervorruft.
Letztendlich muss ich sagen, dass auch die Verschiedenheit der Charaktere nicht immer einfach zu haendeln ist...insbesondere, wenn man sich immer wieder fuer mehrere Wochen ein Zimmer, oder sogar ein Bett, teilen muss.
Was die Highschool angeht, wird es jeden Tag einfacher herauszufinden, welche Menschen diese sind, mit denen man wirklich Zeit verbringen will, und mit wem man "auf einer Wellenlaenge" ist.
Ich kann nur jedem Austauschschueler empfehlen: Wenn ihr zu Beginn eures Highschooljahres eure Faecher waehlt, unterschaetzt nicht euren Intellekt und traut euch ruhig, die zuerst bedrohlich wirkenden "AP-Klassen" oder Precalculus zu weahlen! Und falls ihr euch mehr fuer Sprachen interessiert, solltet ihr auch hier ruhig mutig sein und die hoeheren Klassen anpeilen, denn ansonsten koennte es passieren, dass ihr, wie ich, gelangweilt im Klassenraum sitzt und das Gefuehl habt, von Schuelern umgeben zu sein, mit denen ihr euch nie blendend verstehen werdet.
Und solltet ihr doch die, wie sich vielleicht spaeter herausstellt, falschen Faecher gewaehlt haben, dann sprecht einfach mit der fuer die Stundenplanorganisation verantwortlichen Person in eurer Schule und wechselt - lieber frueher, als spaeter!
Was mich angeht, hat sich das bis jetzt positiv ausgezahlt und ich fuehle mich wohler, als am Anfang, selbst wenn ich zum neuen Halbjahr wieder etwas umorganisieren werde.
Denn letztendlich hat sich fuer mich herausgestellt, dass die Students in den hoeheren Kursen meistens die netteren, offeneren Schueler sind, mit denen man endlich wieder vernuenftige, interessante und intelligente Konversationen fuehren kann und letztendlich lernt man doch nur so das "proper english". ;)
Momentan habe ich Weihnachtsferien, die ich seeehr geniesse, da ich nicht (wie zur Schulzeit) um 6 Uhr das Haus verlassen muss und erst gegen 4 oder manchmal auch erst 6 Uhr wieder Zuhause bin.
Die amerikanischen Weihnachten liegen bereits hinter mir und auch, wenn mich die (an europaeischen Massstaeben gemessen) viiel zu kitschige und ueberladene Weihnachtsdeko, die von dem XXXL-PLastik-Weihnachtsbaum mit Ornamenten in Form von Hamburgern oder Hotdogs gekroent wurde, erst einmal etwas befremdet hat, so mochte ich die Feiertage hier doch sehr.
Zu Beginn der Ferien waren wir das erste Mal unterwegs um wirklich etwas zu SEHEN! :) :D Wir sind in ein unglaublich riesiges Hotel gefahren, dass im Innenhof eine Art Weihnachtsaustellung hatte und fuer eine Eisskulptur-Show bekannt ist. Es war wirklich suess, wie aufgeregt unsere Gastfamilie aufgrund des Eises und der "Kaelte" (bedenkt, ich lebe in Texas!) war. :)
Leider war das der einzige Trip, bei dem wir etwas besichtigt haben. Zwar haben wir bereits zwei Spiele im Stadion gesehen und mehrmals stundenlange Autofahrten nach San Antonio, Dallas oder Austin unternommen, aber letzteres immer nur um Freunde oder Verwandte unserer Gastfamilie zu sehen (und zum Beispiel deren Raeume zu streichen! o.O)...
Da all die Menschen, welche wir besucht haben, in Vororten leben, habe ich die Staedte ansich nicht einmal aus dem Auto sehen koennen. :(
Selbiges gilt sogar fuer Houston, die Grossstadt, von der wir nur knapp 30 Minuten entfernt leben!
Das ist irgendwie wirklich schade, insbesondere, da all diese Staedte wirklich einiges an Sehenswuerdigkeiten zu bieten haben!
Wie jeder weiss, feiern die Amerikaner Weihnachten am ersten Weihnachtstag und unsere Familie hatte, nach dem Auspacken der Geschenke am morgen, ab drei Uhr nachmittags rund 40 Gaeste im Haus!
Es gab unglaublich viel Essen (was mir diesmal sogar besser, als an Thanksgiving geschmeckt hat) und der Abend wurde mit einem "Wichtel-Spiel" beendet, eine Art Geschenke-Tombola, bei der jeder eine Nummer zieht, sich seines gewonnen Geschenkes aufgrund vieler Tauschkarten aber bis zum Ende des Spieles nicht sicher sein kann. Hier konnte man Glueck haben und Weinflaschen, einen Toaster, oder einen Massagestuhl, aber mit ein bisschen Pech auch nicht mehr als Ofenhandschuhe oder Bodenreiniger gewinnen. :D Ich bin mit einem Chuck-Norris-Buch recht gut davon gekommen. ;)
Uebermorgen ist Sylvester und da meine Gastfamilie uns erklaert hat, sie wuerden New Year's Eve absolut gar nicht feiern, haben meine Gastschwester und ich beschlossen, uns mit Freunden zu treffen, um das neue Jahr gebuehrend zu begruessen. Wir werden sehen, wo genau es dann hingeht und was genau wir tuen werden. Aber ich freue mich auf jeden Fall darauf! :)
Datum: 29.12.2010
Betreff: Texanische Weihnachten
Nun bin ich seit fast einem halben Jahr hier und ich muss sagen, dass die Zeit viel schneller vergeht, als einem lieb ist.
Auf der einen Seite schmiede ich bereits Plaene fuer Dinge, die ich machen moechte, wenn ich wieder zurueck in Deutschland bin. Aber auf der anderen Seite habe ich ploetzlich das Gefuel, dass ich nun alles erleben muss, jeden Augenblick intensiver geniessen muss, da mir ja nur noch gut 5 Monate in den USA bleiben.
Die letzte Zeit war gepraegt von "ups and downs", was teilweise in ziemlichen Stress ausarten kann. Zu letzterem traegt vermutlich vor allem die Tatsache bei, dass ich ein sogenanntes "Double placing" bin, in meiner Gastfamilie also mit einer anderen Austauschschuelerin lebe. Es kann wirklich von Vorteil sein, jemanden zu haben, der aehnliches erlebt, wie man selber und mit dem man sich ueber Sorgen, aber auch positve Dinge austauschen kann. Allerdings kann exakt dieser Austausch ueber Erlebnisse auch zu Streit fuehren, wenn einer der beiden mehr Glueck hat, oder es einfacher fuer einen ist, sich zu integrieren, was logischer Weise negative Reaktionen bei dem anderen Austauschschueler hervorruft.
Letztendlich muss ich sagen, dass auch die Verschiedenheit der Charaktere nicht immer einfach zu haendeln ist...insbesondere, wenn man sich immer wieder fuer mehrere Wochen ein Zimmer, oder sogar ein Bett, teilen muss.
Was die Highschool angeht, wird es jeden Tag einfacher herauszufinden, welche Menschen diese sind, mit denen man wirklich Zeit verbringen will, und mit wem man "auf einer Wellenlaenge" ist.
Ich kann nur jedem Austauschschueler empfehlen: Wenn ihr zu Beginn eures Highschooljahres eure Faecher waehlt, unterschaetzt nicht euren Intellekt und traut euch ruhig, die zuerst bedrohlich wirkenden "AP-Klassen" oder Precalculus zu weahlen! Und falls ihr euch mehr fuer Sprachen interessiert, solltet ihr auch hier ruhig mutig sein und die hoeheren Klassen anpeilen, denn ansonsten koennte es passieren, dass ihr, wie ich, gelangweilt im Klassenraum sitzt und das Gefuehl habt, von Schuelern umgeben zu sein, mit denen ihr euch nie blendend verstehen werdet.
Und solltet ihr doch die, wie sich vielleicht spaeter herausstellt, falschen Faecher gewaehlt haben, dann sprecht einfach mit der fuer die Stundenplanorganisation verantwortlichen Person in eurer Schule und wechselt - lieber frueher, als spaeter!
Was mich angeht, hat sich das bis jetzt positiv ausgezahlt und ich fuehle mich wohler, als am Anfang, selbst wenn ich zum neuen Halbjahr wieder etwas umorganisieren werde.
Denn letztendlich hat sich fuer mich herausgestellt, dass die Students in den hoeheren Kursen meistens die netteren, offeneren Schueler sind, mit denen man endlich wieder vernuenftige, interessante und intelligente Konversationen fuehren kann und letztendlich lernt man doch nur so das "proper english". ;)
Momentan habe ich Weihnachtsferien, die ich seeehr geniesse, da ich nicht (wie zur Schulzeit) um 6 Uhr das Haus verlassen muss und erst gegen 4 oder manchmal auch erst 6 Uhr wieder Zuhause bin.
Die amerikanischen Weihnachten liegen bereits hinter mir und auch, wenn mich die (an europaeischen Massstaeben gemessen) viiel zu kitschige und ueberladene Weihnachtsdeko, die von dem XXXL-PLastik-Weihnachtsbaum mit Ornamenten in Form von Hamburgern oder Hotdogs gekroent wurde, erst einmal etwas befremdet hat, so mochte ich die Feiertage hier doch sehr.
Zu Beginn der Ferien waren wir das erste Mal unterwegs um wirklich etwas zu SEHEN! :) :D Wir sind in ein unglaublich riesiges Hotel gefahren, dass im Innenhof eine Art Weihnachtsaustellung hatte und fuer eine Eisskulptur-Show bekannt ist. Es war wirklich suess, wie aufgeregt unsere Gastfamilie aufgrund des Eises und der "Kaelte" (bedenkt, ich lebe in Texas!) war. :)
Leider war das der einzige Trip, bei dem wir etwas besichtigt haben. Zwar haben wir bereits zwei Spiele im Stadion gesehen und mehrmals stundenlange Autofahrten nach San Antonio, Dallas oder Austin unternommen, aber letzteres immer nur um Freunde oder Verwandte unserer Gastfamilie zu sehen (und zum Beispiel deren Raeume zu streichen! o.O)...
Da all die Menschen, welche wir besucht haben, in Vororten leben, habe ich die Staedte ansich nicht einmal aus dem Auto sehen koennen. :(
Selbiges gilt sogar fuer Houston, die Grossstadt, von der wir nur knapp 30 Minuten entfernt leben!
Das ist irgendwie wirklich schade, insbesondere, da all diese Staedte wirklich einiges an Sehenswuerdigkeiten zu bieten haben!
Wie jeder weiss, feiern die Amerikaner Weihnachten am ersten Weihnachtstag und unsere Familie hatte, nach dem Auspacken der Geschenke am morgen, ab drei Uhr nachmittags rund 40 Gaeste im Haus!
Es gab unglaublich viel Essen (was mir diesmal sogar besser, als an Thanksgiving geschmeckt hat) und der Abend wurde mit einem "Wichtel-Spiel" beendet, eine Art Geschenke-Tombola, bei der jeder eine Nummer zieht, sich seines gewonnen Geschenkes aufgrund vieler Tauschkarten aber bis zum Ende des Spieles nicht sicher sein kann. Hier konnte man Glueck haben und Weinflaschen, einen Toaster, oder einen Massagestuhl, aber mit ein bisschen Pech auch nicht mehr als Ofenhandschuhe oder Bodenreiniger gewinnen. :D Ich bin mit einem Chuck-Norris-Buch recht gut davon gekommen. ;)
Uebermorgen ist Sylvester und da meine Gastfamilie uns erklaert hat, sie wuerden New Year's Eve absolut gar nicht feiern, haben meine Gastschwester und ich beschlossen, uns mit Freunden zu treffen, um das neue Jahr gebuehrend zu begruessen. Wir werden sehen, wo genau es dann hingeht und was genau wir tuen werden. Aber ich freue mich auf jeden Fall darauf! :)




