Gasteltern – das neue Zuhause im Ausland
Dein Erlebnis im Ausland hängt von einem guten Zuhause ab, die Gasteltern spielen also eine zentrale Rolle für den Erfolg des Auslandsaufenthalts. Man lernt ihren Alltag kennen, lebt miteinander, arbeitet und feiert. Gasteltern und Gastschüler werden zusammenwachsen, und meist ist dies der Beginn einer lebenslangen Freundschaft.
Deine Gastfamilie - Mutter, Vater, Kind und Hund?
Die typische Gastfamilie gibt es nicht - Familien im Ausland sind so verschieden wie bei uns auch. Es gibt Gasteltern, die fünf Kinder und zwei Hunde haben. Auch Schweine, Kanarienvögel, Alligatoren und Hühner haben wir schon gesehen.
Unsere Gasteltern sind alleinstehend oder verheiratet, haben Kinder unterschiedlichen Alters oder nicht. Allen ist eines gemeinsam: Sie möchten ihre Kultur mit dem neuen Familienmitglied teilen und gleichzeitig etwas über eine andere Lebensweise erfahren. Wenn Du die Ehemaligenberichte auf dieser Website liest, bekommst Du einen Eindruck davon, wie unterschiedlich das Leben mit den Gasteltern ausfallen kann – je nach Familienkonstellation, den Persönlichkeiten der Familienmitglieder und der Programmteilnehmer, je nach Ort, Land und Kultur.
Deine neue Familie wird Dich in jedem Fall herzlich in ihren Kreis aufnehmen und Dich dabei wie alle Familienmitglieder auch in die häuslichen Pflichten mit einbeziehen – Gasteltern sind keine Hotels mit festgelegten Serviceleistungen.
Hannas Gasteltern
"Hallo liebes TravelWorks-Team!
Also mir geht es hier in Austin Texas wirklich sehr gut. Mit meiner Gastfamilie verstehe ich mich wunderbar, und das hab ich gleich am Flughafen gemerkt, wo mich alle vier Familienmitglieder abgeholt haben. Ich fühle mich nach vier Monaten hier schon richtig zuhause, auch wenn ich am Anfang schon ein wenig Heimweh hatte. Meine Gastfamilie hat mir damit aber sehr geholfen, und auch meine Freunde, die ich dann an meiner High School relativ schnell gefunden habe, und ich habe einfach so viel wie möglich unternommen.
Vor der High School hatte ich am Anfang sehr große Angst, aber nach den ersten zwei Wochen habe ich dann in fast allen meinen Kursen Freunde gefunden, mit denen ich mich jetzt regelmäßig treffe. Mein bestes Erlebnis hier war ein Roadtrip mit meiner host family von Austin nach Colorado, es hat 17 Stunden gedauert, 11 davon sind wir nur in Texas gefahren... Wir haben dort in einer voll hübschen und gemütlichen Berghütte übernachtet, dann Snowboards ausgeliehen und sind drei Tage geboardet, es war unglaublich! Die Pisten und der Schnee alles so great, einfach nicht zu vergleichen mit dem, was es in Deutschland so gibt.
Hier ist es inzwischen schon richtig heiß, jedenfalls für mich, immer so um die 30°C, aber meine Freunde hier machen sich nur über mich lustig und sagen „warte mal, bis es hier richtig heiß wird“, so um die 40°C ist im Sommer hier anscheinend ganz normal. Also, ich möchte mich auf jeden Fall bei Euch bedanken, dafür, dass Ihr mir diesen tollen Aufenthalt ermöglicht habt und mir so gut auf dem Weg hierher geholfen habt."
Hanna Huisgen, USA
Wie werden die Gasteltern ausgesucht?
Um möglichst bald passende Gasteltern für Dich zu finden, arbeitet ein ganzes Netz von Local Coordinators (Betreuern) in all unseren Gastländern für uns. Die Local Coordinators besuchen die Gastfamilien zu Hause und reden mit den Familienmitgliedern über ihre Vorstellungen und unsere Erwartungen. Natürlich sind ein normales Sozialgefüge, geordnete häusliche und hygienische Verhältnisse sowie ein ausreichendes Familieneinkommen, das die Aufnahme eines Gastschülers zulässt, Grundvoraussetzungen, um als Gasteltern in unser High School-Programm aufgenommen zu werden. Sobald sich eine Familie dafür entschieden hat, einen Schüler bzw. eine Schülerin bei sich aufzunehmen, füllen die Gasteltern, genau wie unsere Programmteilnehmer, ausführliche Unterlagen aus.
Wann bekommst Du "Deine" Gasteltern?
Das ganze Jahr über gehen bei uns Nachrichten über Platzierungen ein. Es kann also sein, dass wir die Informationen über die zukünftigen Gasteltern ziemlich schnell an Dich weitergeben können. Du solltest aber darauf vorbereitet sein, dass es auch genau so gut bis wenige Tage vor dem Abflugtermin dauern kann. Das ist eine spannende Phase für alle Beteiligten. Man braucht trotzdem nicht nervös zu werden! Die Suche nach Gasteltern und Schulen ist manchmal ein Puzzle, die Suche nach dem passenden Teil nicht immer einfach.
Was, wenn man mit den Gasteltern nicht klar kommt?
In den ersten Wochen und Monaten treffen unsere Teilnehmer in ihrem neuen Umfeld manchmal auf Gewohnheiten, die ihnen bis dahin unbekannt waren und die sie nicht immer so einfach akzeptieren können. Den Gasteltern geht es umgekehrt möglicherweise ebenso. Das Wichtigste ist, miteinander zu reden, sich über seine Gefühle zu verständigen und zu versuchen, eventuell auch mit den Betreuern, gemeinsam Lösungen zu finden. In begründeten Fällen, wenn es keine Einigung mehr gibt, mit der alle leben können, ziehen wir einen Gastfamilienwechsel in Betracht. Das sollte aber immer der letzte Weg sein, den wir gehen. Sollte es zum Gastfamilienwechsel kommen, sind wir selbstverständlich bemüht, Dir neue Gasteltern im Einzugsbereich der bisher von Dir besuchten High School zu finden.
Video: Jenn Conway erzählt über Gasteltern und Gastfamilien
Jenn Conway gibt Einblicke in das Leben US-amerikanischer Gastfamilien und Schulen.
Sonjas schönstes Erlebnis mit ihren Gasteltern
„Der schönste Moment war, als mein Gastvater mich losschickte nach meinem Gastbruder Andrew zu suchen und er dabei sagte: „Geh Deinen Bruder suchen.“ Ich hatte das Gefühl, dass ich jetzt richtig zur Familie gehöre.“
Sonja Seneberg , USA
Beispiel einer Gastfamilie
Als Beispiel einer Gastfamilie haben wir für Euch die Nelsons interviewt. Familie Nelson - Dad Jon (45), Mom Anna (47), Tochter Carrie (17) und Sohn Aaron (15) - lebt in Indianapolis, USA:
- Please describe your community: Indianapolis is located in central Indiana (Midwest of the US). Indy has several performing art groups, theatre and music. It is a sports-town with basketball, football and hockey teams. The weather here ranges from high 90s (Fahrenheit) to below freezing in Dec-Feb, rain, snow, hot, tornado in 2002 - we get everything.
- Please describe your home: We live in a middle class neighbourhood with about 80 homes. Our home is two-story with a basement. The main level has a kitchen with a small eating area. There is a laundry room off the kitchen. We have a large family area, where we have TV and a piano. There is also a fireplace. There is a room we use as a guest room, where we also keep the family computer. Upstairs are three bedrooms with two bathrooms. The basement is mostly finished and is used by Jon for his music. One area has a ping pong table. We have a nice yard with some trees and lots of flowers.
- How far is your home away from school: 2 miles
- Please provide a brief description of each member of your family: Anna (mom) is responsible for the home, cleaning, meals, shopping. She likes working in the yard and reading. Jon (Dad) works with computers and plays the guitar. He gives lessons and plays in the church band. Aaron (Son) enjoys video and computer games. He likes listening to music especially the Ramones. He plays a little bass guitar and helps taking care of the cats. The frogs and snake are Aaron's. Carrie (daughter) loves soccer - plays on school falls league. She also plays the piano and sings in the school jazz vocal group.
- What family pets do you have? Two dogs, two cats, two frogs and a snake.
- Does your family follow a special diet? No, we eat a varied US-American diet.
- Describe a typical weekday in your home: Jon takes the kids to School at 7am. Then he goes to work. The kids get out of school at 2:30 and ride the bus home. Carrie has soccer practice from August to October. This finishes at 5pm. Jon is home from work between 6 - 6.30pm. We have dinner about 7-8pm. The kids will do homework, watch TV or be on the computer. Bedtime is usually 10pm.
- What typical activities do you do on the weekends? Saturday is a day for chores around the house. We are a couch potato family, so we watch TV or rent a movie and order a pizza. Sometimes we go out to a movie. Sunday we go to church and usually go out to eat afterwards. Once a month we have an activity with our church group.
- What is your family's religious affiliation? Non denominational - Christian.
- Guidelines and expectation from your exchange student:Guidelines are set for our family and home protection. Each must treat the other family members with respect. Permission must be granted for all outside activities. Movies being seen must be approved, generally "R" rated movies are not acceptable. Each family member is responsible for keeping his or her own living area clean and in order. The kids' main responsibility is to complete all school assignments. Our kids are generally not out on school nights, unless there is a special function. On the weekends the kids are expected in by 11pm. We must always know where you are, who you are with and when you will be at home, if plans change we expect to be notified immediately.
Monas Gasteltern
„Hallo liebes TravelWorks-Team!
Ich wollte mich mal melden aus dem heißen North Carolina. Ich bin hier in Nashville, einem kleinen Dorf in North Carolina in der Nähe von Raleigh platziert. Es ist hier echt super. Meine Familie ist toll, ich verstehe mich mit ihnen wirklich gut. Meine kleinen Gastschwestern sind echt lieb, auch wenn sie manchmal ein bisschen nerven. Und auch mit meinen Gasteltern verstehe ich mich gut.
Die letzten Tage waren wir immer unterwegs: Ich war auf meinem ersten Football Game überhaupt, auf einer Hochzeit, in der Kirche, bei Verwandten, im Schwimmbad und und und. Mir wurden so viele Leute vorgestellt, an die meisten kann ich mich nicht mehr erinnern, es waren einfach zu viele! Heute war mein erster Schultag - ich hab die Kurse Dance, English, Algebra und Foods für das erste Halbjahr belegt. Ich bin total zufrieden damit, das scheint echt cool zu werden.
Meine Gastmutter ist ja die stellvertretende Schulleitung, und da kann ich immer zu ihr gehen, wenn was ist. Bin mal gespannt wie es weitergeht - ob ich schnell Freunde finde und wie es in der Schule wird. In meiner Schule sind auch noch eine Deutsche und eine Brasilianerin, die sind echt nett. Und es ist hier sehr heiß, immer so zwischen 30 und 35 Grad. Da schmilzt man echt, wirklich! Mit der Sprache klappt es auch, obwohl es mir manchmal passiert, dass ich anfange deutsch zu sprechen und alle mich ganz komisch anschauen bis ich merke, dass ich deutsch spreche.
Das ist echt lustig... Danke für die tolle Platzierung, ist echt super!“
Mona Hoch, USA



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