Schulsystem Frankreich
Im Anschluss an die Grundschule wechseln französische Schüler auf das vier Jahre dauernde Collège, vergleichbar mit der Sekundarstufe I. An das Collège schließt sich als nächste Schulstufe das Lycée an. Es dauert drei Jahre, führt zum Abitur und entspricht damit unserer Sekundarstufe II. Fast 80% der Schüler in Frankreich setzen ihre Schullaufbahn an einem der über 2.500 staatlichen Lycées fort, 20% besuchen ein privates Gymnasium.
Mit dem Wechsel auf das Lycée haben die Schülerinnen und Schüler die Wahl zwischen einer studien- oder einer berufsorientierten Ausbildung. Die studienorientierte Ausbildung im Schulsystem Frankreichs führt französische Schüler zum Baccalauréat (kurz le bac genannt), dem Abitur. Dabei können die Schüler wählen zwischen
- dem literarischen/sprachlichen Abitur (= bac L, Schwerpunkt Literatur, Philosophie, Fremdsprachen),
- dem wirtschaftlichen Abitur (= bac ES, Schwerpunkt Wirtschaft, Mathematik, Sprachen),
- dem wissenschaftlichen Abitur (= bac S, Schwerpunkt Mathematik, Biologie, Physik, Chemie) oder
- dem medizinischtechnischen Zweig.
Als Austauschschüler wirst Du in den studienorientierten Zweig des Lycée eingegliedert (der medizinisch-technische Zweig steht dabei nicht zur Auswahl).
Das französische Schuljahr beginnt Anfang September und läuft bis Mitte Juni. Die Schüler haben während des Jahres sieben Wochen Ferien. Der Unterricht wird in Ganztagsschulen erteilt. Beim Schüleraustausch in Frankreich kannst Du die Schule dort wahlweise zwölf Wochen, ein halbes oder ganzes Schuljahr lang besuchen.
Wer sich für zwölf Wochen entscheidet, kann auf Anfrage jederzeit starten. Teilnehmer des Halbjahresprogramms beginnen ihren Aufenthalt wahlweise im September oder Januar. Das Schuljahresprogramm startet mit Schuljahresbeginn im September.





