Auslandsjahr Frankreich: Länderinfos
Es gibt einen guten Grund dafür, warum Frankreich eines der meistbesuchten Länder Europas ist und die Franzosen ihren Urlaub am liebsten daheim verbringen. Denn in Frankreich hat man alles, was man zum Glücklichsein braucht direkt vor der Nase: Berge, Strände, Landleben, aufregende Städte und weitläufige Nationalparks mit zahlreichen Naturwundern.
Das größte Land Westeuropas erstreckt sich von den sanften Hügeln im Norden bis hin zu den scheinbar endlosen Stränden im Süden; von der schroffen Küstenlinie der Bretagne bis zu den eisigen Bergspitzen der Alpen. Die Geschichte ist nicht spurlos an Frankreich vorbeigegangen, denn überall im Land finden sich heute noch Ruinen aus der Römerzeit und glanzvolle mittelalterliche Kathedralen. Frankreich pflegt bis heute seine selbstbewusste Kultur, hat einen starken Sinn für die eigene Identität und ist reich an Kunstschätzen.
Keinem anderen Volk Europas werden so viele Stereotypen angehängt, wie den Franzosen. Demnach seien sie arrogant, unhöflich, unglaublich bürokratisch, Froschschenkel und Käse essend, sexistisch, chauvinistisch, super chic und stylish. Trotzdem oder gerade deswegen sind die meisten Franzosen ziemlich stolz auf ihre Identität.
Frankreich Fakten
Hauptstadt: Paris (9.300.000 Einwohner)
Währung: Euro
Klima: Januar 4°C, Juli 20°C (Durchschnittstemp. Paris)
Visum: Nicht notwendig
Essen: Croissants, Käse, Crepes, Wein, Weinbergschnecken, Ratatouille
Sightseeing Paris, Côte d'Azur (Südküste Frankreichs und Treffpunkt der Stars), Palast von Versailles, Bretagne, La Provence
Geschichte - Austauschjahr Frankreich
Die eigentliche Geschichte Frankreichs begann im Mittelalter, im Jahre 843 mit dem Teilungsvertrag von Verdun. Nach diesem Vertrag entstand das Westfränkische Reich, das den Kern des späteren Frankreichs bildete. Die herrschenden Karolinger, sowie die nachfolgenden Dynastien - Kapetinger, Valois, Bourbonen - bauten in Frankreich einen Nationalstaat auf und entwickelten ihn im Zeichen der Monarchie. Seit der Revolution im Jahre 1789 wurde die Monarchie geschwächt und in den folgenden Perioden (I. Republik, Nationalkonvent, Direktorium, Konsulat) abgelöst. Dieser Sieg des Bürgertums setzte Signale für die europäische Entwicklung des 19. Jahrhunderts. Selbst die Einrichtung des Kaiserreiches durch Napoleon konnte die Entwicklung der demokratischen Regierungsformen nicht stoppen. In den Jahren nach dem Sturz von Napoleon (Restauration, Julimonarchie, Zweite Republik und Zweites Kaiserreich) entstand das parlamentarische Regime. Die Dritte Republik, die Provisorische Regierung nach dem Vichy-Regime, die Vierte und die heutige Fünfte Republik boten sehr unterschiedliche Entwicklungen des Nationalstaates, die aber im Endeffekt zu einer erfolgreichen Entwicklung des Landes führten.
Kultur - Austauschjahr Frankreich
Mit seinen Impulsen für die europäische Kultur und Kunst nimmt Frankreich eine Sonderstellung ein. Auf allen Gebieten der Literatur, Malerei, Plastik, Musik und Architektur haben französische Künstler Wegweisendes geleistet. Landesweite Pflege und Erhalt des reichen materiellen kulturellen Erbes wird in Frankreich als Aufgabe von nationalem Rang angesehen. Großzügig zugeschnittene kulturelle und wissenschaftliche Veranstaltungen entsprechen dem Selbstverständnis von Paris als Kulturmetropole. Die Förderung eines kulturellen Profils der regionalen Zentren in der Provinz wird verstetigt. Frankreich leitet seinen Rang in Europa und der Welt auch aus den Eigenheiten seiner Kultur ab, die sich insbesondere über die Sprache definiert (Sprachschutz- und -pflegegesetzgebung). In der Medienpolitik wird die eigene Kultur und Sprache durch Quoten für Filme und Chansons gefördert. Frankreich verfolgt in der Europäischen Union und WTO mit Nachdruck seine Konzeption einer "diversité culturelle": Kultur sei keine Ware, die schrankenlos frei gehandelt werden können.
Gesundheit - Austauschjahr Frankreich
Die medizinische Versorgung ist ausgezeichnet, die Kosten sind dementsprechend hoch. Der E 111 gilt, sollte jedoch nicht älter als 12 Monate sein. Die Behandlung erfolgt gegen Vorlage der Anspruchsbescheinigung E 111, die Kosten werden zum größten Teil vom Krankenversicherungsträger vor Ort zurückerstattet. Aushelfender Träger ist die Ortskasse für Krankenversicherung (Caisse Primaire d'Assurance Maladie).
Das Wetter in Frankreich
Das Klima Frankreichs ist gemäßigt und hat drei regionale Abstufungen. Im Norden und Westen bringt der Atlantik Feuchtigkeit und wechselhaftes Wetter mit milden Wintern und kühlen Sommern. Nach Süden hin werden die Sommer wärmer und die Winter kälter. Das Pariser Becken ist stärker vom Kontinentalklima geprägt, mit kräftigen Niederschlägen im Frühling und Herbst und sommerlichen Gewittern. Ostfrankreich und das Zentralplateau haben kältere Winter und viel Schnee in den Höhenlagen. In Strasbourg an der deutschen Grenze kommt es zu den gröten Temperaturspannen Frankreichs.
Landschaft, Flora und Fauna - Austauschjahr Frankreich
Frankreich ist das größte Land in Westeuropa. Die Pyrenäen trennen Frankreich im Südwesten von Spanien. An den östlichen Ausläufern der Gebirgskette schwingt sich die Mittelmeerküste im Bogen bis zum Rhone-Delta. Aus dem Landesinneren erstrecken sich die Berge des Maurischen Massivs, des d'Esterel-Massivs und die Seealpen bis zur Küste. Hier an der Cote d'Azure befinden sich die exklusiven Ferienorte der französischen Riveria. Die Alpen bilden eine Barriere entlang der italienischen Grenze und weiter nördlich türmen sich die Kalksteinformationen des Juragebirges an der Grenze zur Schweiz auf. Nördlich davon erheben sich die Vogesen über das Rheintal und markieren die Grenze nach Deutschland, Luxemburg, Belgien und die Niederlande. Die Klippen und Strände der Nordküste schauen auf den Ärmelkanal hinaus, der nördlich durch die englische Südküste begrenzt wird.
Westlich der Halbinsel Cotentin in der Normadie ragt die Bretagne mit einem flachen Höhenrücken in den Atlantik hinein. Von dort verläuft die sandige Tiefebene der Atlantikküste südwärts bis zu den Pyrenäen. Die vier Gebirgszüge des Zentralplateaus beherrschen die südliche Mitte Frankreichs. Die südlichen Ausläufer, die Cevennen, bilden ein karges Kalksteinplateau, das von tiefen Flusstälern durchzogen ist. Nach Osten erstrecken sich schroffe Granitfelsen bis nach Burgund, wo sie steil ins Tal der Rhone und der Saone abfallen. Die fruchtbaren Tiefebenen des Nordens und Westen erheben sich zu Hügeln, die mit Ginster und Heidekraut bedeckt sind; in geschützten Lagen gedeihen Eichenwälder. Die Nordostregion mit dem größten Teil des Pariser Beckens ist mit Lössboden bedeckt: Es gibt fruchtbares Weideland und grüne Hänge auf den Westhängen der Pyrenäen und auf dem Zentralplateau. Die Vegetation des Südostens ist mediterran mit Oliven, Buchsbaum, Thymian, Rosmarin und Korkeichen. Maquis-Buschland kommt in den trockeneren Südgebieten vor. Zum einzigartigen Tierbestand zählen weiße Wildpferde, Büffel und Flamingos im Rhoendelta an der Mittelmeerküste.




















