Das Schulsystem in China

Schulsystem China
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Entspannung in der Schule

Während das chinesische Schulsystem lange Zeit die Vermittlung moralischer Werte in den Vordergrund stellte, liegt der Fokus seit Beginn der Reformpolitik in den 70er Jahren mehr auf Wissenserwerb. Nach der sechsjährigen Grundschule besuchen Schüler in China die Unterstufe der Mittelschule, vergleichbar mit der Sekundarstufe I.

Wer danach weiter lernen möchte, absolviert die dreijährige Oberstufe, die mit dem National High School Exam (auf Mandarin: Gao Kao) abgeschlossen wird, mit der die Schüler die  Hochschulreife erlangen.

Der Schultag im chinesischen Schulsystem

Ein typischer Schulalltag im Schulsystem Chinas beginnt je nach Schule um 7:30 bzw. 8:00 Uhr, wobei die meisten Schüler schon 10 Minuten früher kommen, um z.B. neu gelernte Vokabeln zu wiederholen. Insgesamt werden die Schüler vier Stunden à 45 Minuten am Vormittag unterrichtet.

An vielen Schulen gibt es zwischendurch eine Gymnastikpause, in der sich alle Schüler draußen oder in der Turnhalle versammeln, um Gymnastikübungen zu machen. Zur Mittagszeit werden die Schüler für anderthalb Stunden in die Pause entlassen, welche die meisten Schüler zum Mittagessen, Erholung und Spiel auf dem Schulgelände nutzen.

Am Nachmittag folgen vier weitere Unterrichtsstunden, sodass etwa gegen 16:30 bzw. Uhr Schulschluss ist.
Die Schulwoche geht in China von Montag bis Samstag, wobei alle Schüler und Lehrer unabhängig von Freistunden gemeinsam gegen 16:30 Uhr Schulschluss haben. In ihren Freistunden haben die Schüler die Möglichkeit, verschiedene Kurse zu besuchen, in denen nicht das „Pauken“ im Vordergrund steht, zu besuchen.

Schulsystem in China
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Austauschschüler lernen das Schulsystem kennen

Besonderheiten im Schulsystem China

Während des Unterrichts stehen chinesische Lehrer oftmals während des gesamten Unterrichts auf einer erhöhten Plattform, damit sie von allen Schülern gut gesehen werden. Wenn ein Schüler im Unterricht etwas zu sagen hat, dann steht er dafür auf. Umso größer ist die Schmach für einen chinesischen Schüler, wenn die Antwort falsch ist. In den meisten Fällen widersprechen sie ihrem Lehrer nicht und es wird nicht über die Richtigkeit diskutiert, denn der Lehrer gilt hier als Autoritätsperson.

Fächerwahl im Schulsystem China

Das Schulsystem in China gibt die Fächerpalette pro Jahrgang vor. Sie umfasst in Fächer, wie Mandarin, Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Geologie, Fremdsprachen, Geschichte, Geographie, Politikwissenschaft, Musik, Kunst und Sport.  Das Schulsystem in China sieht vor, dass die Schüler umfassend unterrichtet werden, weswegen auch keine Fächer abgewählt werden können. Wahlfächer gibt es also nicht.

Prüfungen und Benotung

Zur Mitte und zum Ende jedes Semesters finden Prüfungen statt, die das Wissen der Schüler an drei aufeinanderfolgenden Tagen in fast allen Fächern prüfen. Angenehmer Nebeneffekt ist, dass keine weiteren Tests oder Klassenarbeiten geschrieben werden. Die Prüfungsinhalte und Termine sind einheitlich durch das Schulsystem China festgelegt.

Ähnlich wie die Notensysteme vieler anderer Länder Asiens gilt in China das Punktesystem. Die Prüfungen sind so aufgebaut, dass maximal 100 Punkte erreicht werden können. Demnach gibt es also keine Noten wie bei uns, sondern eine Punkteskala bis 100. Ab einer Punktezahl von 60 Punkten hat man die Prüfung bestanden. Mit 59 Punkten ist man zwar „durchgerasselt“, glücklicherweise hat das jedoch keine weiteren Auswirkungen.

Erst beim Schulwechsel, d.h. nach der 6., 9. und 12. Jahrgangsstufe entscheidet die Note über den die schulische Zukunft.  Nach jedem Semester gibt es Zeugnisse, die den Eltern einen Überblick der schulischen Entwicklung geben sollen.

Gao-Kao – Die Abschlussprüfung

Am Ende der 12. Jahrgangsstufe des Schulsystems in China steht die Prüfung aller Prüfungen an. Wie beim deutschen Zentralabitur werden die Prüfungsaufgaben zentral gestellt und am Tag der Gao-Kao an die Schulen gesendet. Drei Tage lang geht dieser Prüfungsmarathon, der formal mit unserem Abitur vergleichbar ist.

Sie entscheidet über den weiteren akademischen und beruflichen Werdegang. Wichtiger noch als in Deutschland ist in China die erreichte Punktzahl bzw. das Ergebnis. Je nach erreichter Punktzahl kann sich der Abiturient an einer mehr oder weniger bekannten und renommierten Universität bewerben. Ähnlich wie in den USA oder Großbritannien stehen Absolventen der besten chinesischen Universitäten alle Türen der Berufswelt offen. Umso größer ist der Druck, der auf den Schultern der Schüler lastet, denn jeder hofft auf den Sprung an eine der zehn besten Universitäten zu schaffen.

Mehr noch als bei uns nimmt in China die ganze Familie Anteil an der Abschlussprüfung ihres Kindes. Aufgrund der Einkind-Politik und einem Sozialsystem, bei dem es an allen Ecken und Enden mangelt, entscheidet das Prüfungsergebnis des Schülers oftmals über die finanzielle Zukunft von Eltern und Großeltern.

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Deine Ansprechpartnerin

Constanze Baarlage
Telefon: 02506-8303-295
highschool(at)travelworks.de

Teilnahme-Voraussetzungen

Status: SchülerIn.
Alter: 15-19 Jahre.
Sprachkenntnisse:

  • Mandarinkenntnisse von Vorteil, aber nicht notwendig

Programmbeginn:

  • Ende Aug. 2011 (Frist: 31.03.11)

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