Auslandsjahr in China: Länderinfos

China - das ferne Land in Asien - ist aus europäischer Sicht ein exotisches Land, das in seiner Kultur, Geschichte und Politik sehr grundverschieden von Europa ist. Wenn Du ein Auslandsjahr in China verbringen möchtest, solltest Du Dich vorab gut über China, das Leben sowie Kultur und Gebräuche vor Ort informieren und Dir bewusst sein, dass Du Dich in einen komplett anderen Kulturraum begeben wirst. Ein paar wichtige Infos haben wir hier bereits für Dich zusammengefasst.

Auslandsjahr China
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Ausflug beim Auslandsjahr in China

  • Hauptstadt: Peking
  • Währung: Yuan Renminbi (ca. 0,11 €)
  • Klima: Januar 3°C, Juli 27°C (Durchschnittstemp. Shanghai)
  • Amtssprache: Mandarin, chinesische Dialekte, Minderheitensprachen
  • Visum: Schüler- und Studentenvisum
  • Essen: Dim Sum (gefüllte Teigtaschen), Shanghai Crab, „Tausendjährige Eier“, süß gefüllte Reisklöße, Pekingente, HotPot
  • Sightseeing: Bund-Promenade, Yu Yuan Garten mit Basar, Old French Concession Viertel und Jade-Buddha Tempel in Shanghai, Große Mauer, Kaiserpalast in Peking

Auslandsjahr China: Land und Leute

In China findet man die unterschiedlichsten Religionen:

  • Viele Anhänger haben der Buddhismus und Taoismus,
  • auch der Islam ist in China vertreten.

Die Glaubensfreiheit ist in China in der Verfassung garantiert. Das gilt auch für das Christentum, mit dem China erstmals im 13. Jahrhundert in Berührung kam.

Auslandsjahr China: Kulinarisches

Die chinesische Küche ist eine der vielfältigsten der ganzen Welt. Jede Provinz hat ihre Besonderheiten, vor allem aber ihre eigenen Geschmacksrichtungen, die durch die Zutaten (Fleisch, Gemüse und die Gewürze) bestimmt werden. Die Küchen aus vier Gebieten sind besonders bekannt:

  • die Kanton-Küche (mit geröstetem Spanferkel, Eintopfgerichten mit Schlangen und Hühnern),
  • die Shandong-Küche (vor allem Meeresfrüchte wie Krabbengelb mit Haifischflossen oder geschmorte Seegurken),
  • die Sechuan-Küche (mit sehr scharfen Gewürzen) und
  • die Jiangsu-Küche (ebenfalls mit Meeresfrüchten wie Mandarinfisch in süßsaurer Soße).

Es gibt auch eine Reihe spezieller Küchen wie die Kaiserliche Palastküche (der größte kulinarische Luxus mit erlesenen Zutaten und Farbkombinationen), die vegetarische Küche (die nur aus Gemüse besteht, das mit Pflanzenöl gekocht wird, deshalb sehr nahrhaft und leicht verdaulich ist) sowie die Heilkräuter-Küche (Speisen mit bestimmten Heilkräutern gekocht).

Auslandsjahr in China
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Kultur entdecken beim Auslandsjahr in China

Sitten und Gebräuche in China

Chinesische Feste sind immer bunt und fröhlich, einige auch außergewöhnlich laut.

  • Januar: Eislaternenfest in Harbin, bei dem ganze Paläste in Miniaturform aus Eis nachgebaut werden.
  • Januar oder Februar: Blumenmarkt in Kanton und das Blumenfest in Chengdu zum Frühlingsfest (chinesisches Neujahrsfest)
  • März oder April: Wasserfest der Dai in Südchina
  • Juni: Drachenboot-Rennen

Große Bedeutung kommt in China den Symbolen zu. Die Vier steht bei den Chinesen für den Tod und sollte möglichst vermieden werden. Positiv dagegen ist die zwei, somit heißt es bei Gast- und Werbegeschenken gerne "chinese give double". Bei Präsenten sollte daher auf eine gerade Zahl geachtet werden.

Klima & Wetter in China

China ist sehr groß und hat deshalb auch die unterschiedlichsten Klimaverhältnisse aufzuweisen:

  • Shanghai hat ganzjährig eine hohe Luftfeuchtigkeit aufzuweisen. August ist der deutlich heißeste Monat mit Temperaturen um die 35°C. Von Dezember bis März ist es relativ kühl (durchschnittlich 4-8°C). In Shanghai muss man immer mit Regen rechnen.
  • In Beijing liegen die Temperaturen im Januar und Februar im Schnitt bei -4,6/-2,2°C. Auch im März kann es noch Schnee geben. Von Mai bis August steigen die Temperaturen im Durchschnitt auf 20 bis 26°C. Die Sommer in dieser Region sind sehr heiß, die Luftfeuchtigkeit meist hoch. Im Juli und August regnet es oft sehr stark.
  • Im Nordosten, dem Gebiet Shenyang/Harbin, schwanken die Temperaturen, die jeweils im Sommer und Winter gemessen werden, kaum. So klettert das Thermometer im Januar auf durchschnittliche Temperaturen von -12 bzw. -19°C und im Sommer auf Temperaturen von 21-25 bzw. 20-23°C.
  • Im Süden (ab Xiamen, in Guilin, Guangzhou) ist das Klima fast subtropisch. Die Temperaturen, die dort während der Wintermonate gemessen werden, sinken nie unter 10°C. Im Sommer ist es üblicherweise sehr heiß. Die Temperaturen liegen dann bei etwa 30°C. Die Luftfeuchtigkeit ist das ganze Jahr über sehr hoch. Die geringste Regenmenge fällt in den Monaten von Dezember bis Januar.
  • Die Städte Chongqing, Nanjing und Wuhan am Yangtse sind im Sommer sehr heiß, und es regnet oft sehr stark.
Auslandsjahr China
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Ausflug zur Chinesischen Mauer

Geschichte, Politik & Wirtschaft in China

Geschichte & Politik: Die Geschichte und Kultur Chinas lässt sich ab dem Jahr 2000 v.Chr. bis zum heutigen Tag nahtlos verfolgen. Anhand der Regierungszeit bestimmter Herrscherfamilien, auch Dynastien genannt, ist die Zeit von 2200 v.Chr. bis 1911 n.Chr. in zwölf Epochen eingeteilt.

  • 2100 bis 1700 v. Chr.: Die erste Dynastie, die Xia-Dynastie
  • Mit der Zhou-Dynastie begann 1100 v. Chr. Chinas klassisches Zeitalter, in dem unter anderem auch der Konfuzianismus und der Daoismus entstanden, die beiden großen Religionen Chinas.
  • Bereits in der Qin-Dynastie (221 bis 207 v.Chr.) gab es eine einheitliche Schrift. In dieser Zeit wurde auch mit dem Bau des bekanntesten chinesischen Bauwerks, der Großen Chinesischen Mauer begonnen.
  • 1280 bis 1368 (während der Yuan-Dynastie) wurde China weltweit bekannt. Es war Marco Polo, der zu dieser Zeit von seinen Reisen Erstaunliches aus dem Chinesischen Reich ins mittelalterliche Europa brachte.
  • Die letzte Dynastie war die Qing-Dynastie (1644 bis 1911). 1911/12 schafften es bürgerliche Kräfte mit Hilfe rebellierender Truppen die herrschende Qing-Familie zu stürzen und eine Republik zu gründen. Der letzte Kaiser Pu Yi dankte am 12. Februar 1912 ab.
  • 1916 zerfiel China in eine Reihe einzelner Territorien. Militärführer, sogenannte Warlords, hatten in ihnen die Macht und führten gegeneinander Krieg.
  • 1923 schlossen die Nationalpartei (KTM) und die 1921 entstandene Kommunistische Partei (KP) ein Bündnis, um gemeinsam gegen die Warlords vorgehen zu können. Doch schon bald brach das Bündnis wieder und der Bürgerkrieg gegen die Warlords ging in einen Bürgerkrieg zwischen KTM und KP über. 1931 nutzte Japan die Wirren in China und besetzte die Mandschurei.
  • 1937 begann dann der zweite Chinesisch-Japanische Krieg, bei dem es Japan vor allem darum ging, sich für die eigene Industrie die Bodenschätze Chinas zu sichern. Der Druck Japans führte dazu, dass sich die zwei großen Parteien, die sich kurz vorher noch in einem Bürgerkrieg bekämpft hatten, wieder zusammenschlossen. Der Krieg gegen Japan endete allerdings erst, als Japan 1945 kapitulierte, denn selbst mit vereinten Kräften von KTM und KP war es unmöglich gewesen, die Japaner zu schlagen.
  • 1949 wurde das ganze Land kommunistisch. Es war Mao Tse-tung, der am 1. Oktober 1949 auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking die Volksrepublik China ausrief.

Wirtschaft: Seit 1985 hat China das weltweit größte Wirtschaftswachstum aufzuweisen. Im Durchschnitt sind es jährlich an die 10 Prozent. Ein Reformprogramm der Regierung sieht vor, dass zwar viele Betriebe auch noch künftig in Staatsbesitz bleiben, die Betriebsführung jedoch nicht mehr zentral von oben gelenkt wird.

China besitzt alle für die Industrie nötigen Bodenschätze - vor allem Eisenerz, Steinkohle und Erdöl. Die chinesischen Vorkommen an Phosphat, Wolfram und Titan sind die größten der Welt. Zunächst war es vor allem die Schwer- und Investitionsgüter-Industrie, die mit großer Energie vorangetrieben wurde. In den letzten Jahren wuchs jedoch auch die Leichtindustrie sehr rasant. Die wichtigsten Zweige der chinesischen Industrie sind der Maschinen- und Fahrzeugbau, die elektrotechnische Industrie, die Textil- und Bekleidungsindustrie, die Metallerzeugung und -bearbeitung, sowie die Lebensmittelindustrie und dieBaustoffindustrie und chemische Industrie.

Die Landwirtschaft produziert hauptsächlich für den eigenen Markt. Nur 10 Prozent des Staatsgebiets werden landwirtschaftlich genutzt; fast die Hälfte dieses Bodens muss bewässert werden. Man baut vor allem Getreide an (Reis, Weizen, Mais), aber auch Baumwolle, Jute, Hanf, Zuckerrüben, Tee, Tabak, Obst und Gemüse. In manchen Gegenden sind jedes Jahr drei Ernten möglich. Die Viehwirtschaft besteht fast ausschließlich aus Schweinezucht und Geflügelhaltung.

Der Tourismus in China nimmt zu, hat aber Schwierigkeiten, da in China größtenteils problematische Verkehrsbedingungen herrschen.

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Deine Ansprechpartnerin

Constanze Baarlage
Telefon: 02506-8303-295
highschool(at)travelworks.de

Teilnahme-Voraussetzungen

Status: SchülerIn.
Alter: 15-19 Jahre.
Sprachkenntnisse:

  • Mandarinkenntnisse von Vorteil, aber nicht notwendig

Programmbeginn:

  • Ende Aug. 2011 (Frist: 31.03.11)

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