Austausch Brasilien: Erfahrungsberichte
Lest hier die High School Reiseberichte Eures Vorgängers Malte, der an einem Austausch in Brasilien teilgenommen hat.
Was hat er in seinem Austausch in Brasilien erlebt? Welche persönlichen Erfahrungen hat er gemacht?
Brasilien – ein schöneres Wort für Heimat gibt es nicht
Jeden Donnerstag und Freitag spiele ich mit einer Band in zwei verschiedenen Restaurants Blues, Jazz und Bossa Nova. Jeden Sonntag findet sich irgendwo ein Churrasco (so etwas wie Barbecue, nur viel wärmer und mit ganz anderen Gerichten), und abends kann man in die Kirche gehen – auch das eine mit Deutschland nicht vergleichbare Erfahrung.
Unter der Woche steht Schule auf dem Programm, was zu den besten Teilen des Jahres gehören kann, wenn man nicht gerade sehr verschlossen ist. Denn die Brasilianer sind nicht nur das freundlichste, sondern auch das am meisten aufgeschlossene Volk – wer sein Leben in die Hand nimmt, der bleibt nie alleine, und wer verschlossen ist, beginnt unweigerlich sich zu öffnen.
Was kann ich noch sagen? Viel, viel mehr. Aber es wird nie ausreichen, um den Zauber und Charme Brasiliens zu begreifen – dafür muss man selbst einmal die Sonnenstrahlen gespürt, mit neuen Freunden gelacht und geweint haben. Träumt nicht davon, sondern (er)lebt Brasilien – ein schöneres Wort für Heimat gibt es nicht.
Julian Klammt (Gewinner des TravelWorks-Teilstipendiums 2009/2010, Austausch Brasilien)
Tudo bem!
Tudo bem? Das heißt soviel wie „alles gut?“ auf portugiesisch und das wird man hier ungefähr 50 Mal am Tag gefragt. Am Anfang hab ich gar nicht kapiert, dass das nur so eine Begrüßung ist und immer brav geantwortet.
Ich bin jetzt seit über vier Monaten hier in São Luis, das liegt ganz oben im Norden von Brasilien an der Küste) und ich will jetzt schon nicht mehr nach Hause zurück. Die Leute sind so irre nett und lustig, man findet immer jemanden zum quatschen und wird z. B. auch von den Eltern meiner Klassenkameraden gleich zum Essen eingeladen. Die Brasilianer, die ich hier kennen gelernt habe sind voll herzlich und umarmen einen immer wie gute Freunde, auch wenn man sich gerade erst getroffen hat.
Am Anfang fand ich das schon ein bisschen komisch, aber man gewöhnt sich schnell dran und es gehört hier einfach mit dazu. Als ich angekommen bin konnt ich nur ein paar simple Wörter auf portugiesisch, aber der Sprachkurs von der Partnerorga hat richtig viel gebracht. Vor allem, weil da ja lauter so Anfänger wie ich drin saßen und wir haben auch viel mit unserer Lehrerin Karina zu lachen gehabt, weil sie sich manchmal selber mit englisch und portugiesisch verwurstelt hat. Karina hat uns auch viel beigebracht, was unter Jugendlichen benutzt wird, das war natürlich cool.
Inzwischen spreche ich voll gut, zumindest sagen das alle, aber ich weiß nicht, ob sie nur nett sein wollen. Auf jeden Fall komme ich super klar und meine Gastfamilie ist der Hammer (ich hab 2 Gastschwestern, die ein bisschen jünger sind wie ich und die Oma lebt auch bei uns), da ist immer was los und ständig kommt jemand zu Besuch, dass ich mir gar nicht merken kann, wer wer ist. Ich hab auch schon mal Capoeira versucht, aber irgendwie bin ich dafür nicht schnell genug. Na ja, kicken macht mit meinen Freunden genauso viel Spaß. Danke, dass ihr alles für mich organisiert habt, es ist wirklich super, tudo bem!
Abraço, Malte
Malte (Austausch Brasilien)






